Haushalts-Konsolidierung: IWF fordert Ungarn zu weiteren Maßnahmen auf
zuletzt aktualisiert: 18.07.2010 - 12:38Budapest (RPO). Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat das hoch verschuldete Ungarn aufgefordert, zusätzliche Maßnahmen zur Konsolidierung seines Haushalts zu ergreifen. Dies sei notwendig, um die angepeilten Defizitziele in diesem und im kommenden Jahr zu erreichen.
Das angekündigte Ziel, das Defizit 2010 auf 3,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und 2011 auf unter drei Prozent des BIP zu senken, sei angemessen und sollte weiterhin angestrebt werden, teilte der Fonds am Samstag nach Gesprächen von IWF-Vertretern mit den ungarischen Behörden mit. Um es zu erreichen, seien jedoch zusätzliche Maßnahmen nötig, hieß es in der Stellungnahme des IWF.
Ungarn hatte Anfang Juni an den Finanzmärkten mit der Aussage für Aufruhr gesorgt, es gebe nur noch geringe Chancen, eine Krise wie in Griechenland zu verhindern. Die Aussagen wurden später zurückgenommen. Investoren fürchteten, die Schuldenkrise könne nach Griechenland, Portugal und Spanien nun auch Osteuropa erfassen.
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