Konjunkturprognose nach oben korrigiert: Junge Unternehmer rechnen mit größerem Wachstum
zuletzt aktualisiert: 03.06.2004 - 13:22Berlin (rpo). Der Bundesverband junger Unternehmer hat seine Erwartungen für Konjunktur und Arbeitsmarkt deutlich nach oben geschraubt. Der Verband rechnet nun mit einem Wachstum von mehr als einem Prozent und Stellenzuwachs.
"Der Mittelstand ist auf der Überholspur", hieß es. Noch Anfang Mai hatte Verbandschef Marcus Schneider das Konjunkturplus für 2004 auf maximal 1,0 Prozent geschätzt, wenn "wir Glück haben". Neue Arbeitsplätze entstünden nicht, wie der BJU am Donnerstag in Berlin erklärte.
Die BJU-Frühjahrsumfrage unter 2.500 Mitgliedsfirmen ergab viel Optimismus für das zweite Halbjahr: "Zum ersten Mal seit einem Jahr wollen mehr Unternehmer Mitarbeiter einstellen als entlassen." Die Auftragslage und die Gewinnaussichten hätten sich klar verbessert, die Investitionsneigung steige. Fast die Hälfte der befragten Firmen berichteten über dickere Auftragsbücher. 37 Prozent gingen "trotz weiterhin schwieriger Umstände" von steigenden Gewinnen aus. Bei der Herbstumfrage waren es 30 Prozent. 34 Prozent planen höhere Investitionen (Herbst: 28 Prozent).
Die Zahlen belegten einen Aufwärtstrend, sagte die stellvertretende BJU-Vorsitzende Karoline Beck. Allerdings kämen die positiven Impulse weiterhin fast nur vom Export. Der Binnenmarkt bleibe der Schwachpunkt. Nötig seien Reformen aus einem Guss. "Wer den Aufschwung will, darf auf den Export hoffen, auf den Mittelstand muss er setzen." Der Ölpreisanstieg dämpfe nicht den Optimismus. Die Unternehmen hätten es seit Jahren mit einer einer schwierigen Marktsituation zu tun.
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