"Bohne No1": Kaffee kommt jetzt aus dem Knast
zuletzt aktualisiert: 22.03.2007 - 17:55Hünfeld (RPO). Streift man durch einen Supermarkt, bekommt man gelegentlich den Eindruck, in Deutschland gibt es mehr Kaffeesorten als ein Mensch zu Lebzeiten probieren könnte. Jetzt kommt noch eine neue Bohnenmischung hinzu. Die heißt "Bohne No1" und kommt frisch - aus dem Knast.
Deutschlands erste gefängniseigene Kaffeemarke "Bohne No1" kommt aus Hessen. In der 2006 eröffneten und teilprivatisierten Justizvollzugsanstalt (JVA) Hünfeld mahlen und rösten die Gefangenen seit Donnerstag ausgesuchten Rohkaffee unter anderem aus Zentral- und Südamerika.
Der Kaffee wird anschließend verpackt und über das Internet (jva-onlineshop.de) verkauft - der Erlös soll teilweise an die Opferschutzorganisation "Weißer Ring" gehen, wie der Gefängnisbetreiber, das Bonner Dienstleistungsunternehmen Serco, mitteilte.
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