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Kartellamtsermittlungen gegen Kaffeekonzerne vor dem Abschluss
  Foto: ddp, ddp
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Preisabsprachen: Kaffeekonzernen drohen deftige Geldbußen

zuletzt aktualisiert: 21.11.2009 - 14:23

Berlin (RPO). Die Ermittlungen des Bundeskartellamtes gegen mehrere Kaffeeröster stehen unmittelbar vor dem Abschluss. Der Verdacht der Behörde bezog sich auf unzulässige Preisabsprachen. Einigen Unternehmen drohen jetzt Millionen-Geldbußen.

"Wir wollen das Verfahren noch in diesem Jahr abschließen", sagte ein Kartellamts-Sprecher der "Welt am Sonntag". Namen nannte er nicht. Im Wesentlichen seien vier Firmen betroffen. Nach Informationen der Zeitung drohen einigen Unternehmen Anfang Dezember Bußgeldbescheide.

Anfang Juli vergangenen Jahres war das Bundeskartellamt bei den Kaffeeröstern Tchibo, Melitta und Dallmayr eingerückt und hatte Beweismaterial beschlagnahmt. Diese Firmen sind bekannt, weitere sollen jedoch später noch durchsucht worden sein. Der Verdacht der Behörde bezog sich auf unzulässige Preisabsprachen.

Nach den Informationen soll eine der betroffenen Firmen die Ermittlungen ausgelöst haben und nun die Kronzeugenregelung für sich in Anspruch nehmen. Damit könnte das Unternehmen ein Bußgeld komplett erlassen bekommen. Dieser Kaffeeröster habe an jenem 3. Juli 2008 nicht auf der Besucherliste der Kartellbeamten, schreibt die Zeitung.

Die Kaffeekonzerne äußern sich noch nicht dazu. "Zu einem laufenden Verfahren nehmen wir keine Stellung", sagten Sprecher der seinerzeit durchsuchten Unternehmen Tchibo, Melitta und Dallmayr der Zeitung. Bei den Ermittlungen habe man intensiv mit dem Kartellamt kooperiert.

Laut Zeitung stellen sich einige Kaffeeröster auf Zahlungen in zweistelliger Millionenhöhe ein. Im Wesentlichen handele es sich um drei Vorwürfe, die das Kartellamt im Rahmen der Untersuchungen erhebe. Sie beträfen den "Haushaltsmarkt Kaffee" im Frühjahr 2004 und Winter 2007 auf 2008. Für diese Wochen habe die Behörde auffällige Preisänderungen festgestellt.

Quelle: DDP/tim

 
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