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Gescheiterte Gespräche
Gabriel soll im Streit um Kaiser's Tengelmann vermitteln

Kaiser's Tengelmann: Gabriel soll im Streit vermitteln
Die Spitzengespräche wurden für gescheitert erklärt. FOTO: dpa, obe nic
Berlin. Die Zukunft der verlustreichen Supermarktkette Kaiser's Tengelmann bleibt weiter ungewiss. Spitzengespräche zur Rettung des Unternehmens sind gescheitert. Nun fordert Rewe einen Vermittlungsversuch von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

"Wir wären bereit, noch einen letzten Versuch zu starten", sagte Rewe-Chef Alain Caparros dem "Tagesspiegel" vom Samstag. Voraussetzung sei jedoch, dass nicht mehr Verdi, sondern ein Mediator den Krisengipfel leite. Dies müsse jemand "mit Kompetenz und politischer Autorität" sein. Caparros schlug Gabriel dafür vor.

Die Vorwürfe von Edeka und Tengelmann, Rewe sei nicht an einer Einigung interessiert, wies der Rewe-Chef entschieden zurück. Beim Krisengipfel vor einer Woche sei vereinbart worden, die Kaiser's Tengelmann-Regionen aufzuteilen. "Edeka hätte Bayern genommen, wir hätten Berlin bekommen und für NRW hätten wir eine Lösung gefunden", sagte Caparros.

Rettungsgespräche für gescheitert erklärt

In den Folgegesprächen hätten Edeka und Tengelmann aber nicht die nötigen Dokumente und Daten geliefert. "Ohne Daten können wir die Pakete aber nicht bewerten, so dass weitere Gespräche erst mal keinen Sinn machten", sagte der Rewe-Chef. "Das ist alles eine Riesenfarce".

Tengelmann, Edeka und Rewe hatten die Rettungsgespräche für Kaiser's Tengelmann am Donnerstagabend für gescheitert erklärt. Rewe hatte noch einmal auf eine eigene Komplettübernahme der Supermarktkette gedrungen und damit die Konkurrenten verprellt. Tengelmann kündigte bereits an, in der nächsten Woche mit der Zerschlagung von Kaiser's Tengelmann zu beginnen. Dabei könnten tausende Jobs verloren gehen.

(isw/AFP)
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