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Supermarktkette
Gibt es am Donnerstag den Durchbruch bei Kaiser's Tengelmann?

Kaiser's Tengelmann: Gibt es am Donnerstag den Durchbruch?
Vielen Kaiser's-Filialen in NRW droht das Aus. FOTO: dpa, obe nic
Mülheim/Viersen. Bei einer Betriebsversammlung in Viersen haben die Mitarbeiter der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann über das drohende Aus diskutiert. Rettung könnte jedoch ein Spitzentreffen am Donnerstag bringen. 

Am Donnerstag könnte sich entscheiden, wie es mit der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann weitergeht. Dann soll es in Frankfurt um 14 Uhr zu einem Spitzentreffen kommen, an dem neben Tengelmann-Vertretern unter anderem auch die Konkurrenten Rewe und Markant sowie die Gewerkschaft Verdi teilnimmt. 

Dies wurde am Mittwoch am Rande einer Betriebsversammlung in Viersen bekannt. Dort saßen die Kaiser's-Beschäftigten des von der Zerschlagung bedrohten Bezirks Nordrhein am Nachmittag zusammen.

Stimmen der Mitarbeiter in Viersen:

4000 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel

Bei einem Scheitern des Rettungsversuchs gelten viele der rund 4000 Arbeitsplätze in den 103 vorwiegend in NRW gelegenen Filialen als besonders gefährdet. Insgesamt hat die angeschlagene Supermarktkette bundesweit noch rund 15.000 Beschäftigte. Die Mitarbeiter der Berliner Filialen wollen sich am Donnerstag treffen. 

Kaiser's-Tengelmann-Eigentümer Karl-Erivan Haub hatte am 23. September die Pläne zur Zerschlagung der verlustreichen Supermarktkette für zwei Wochen ausgesetzt. Bis zum kommenden Freitag  wollen die beteiligten Unternehmen zusammen mit der Gewerkschaft Verdi einen letzten Versuch unternehmen, doch noch eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Scheitern die Verhandlungen, will Haub mit dem Einzelverkauf der Filialen beginnen. Dies könnte das Aus für Tausende Arbeitsplätze bedeuten. Zu der Betriebsversammlung in Viersen werden auch Vertreter der Geschäftsführung von Kaiser's Tengelmann erwartet. 

Die Fusion von Kaiser's und Edeka platzte trotz Ministererlaubnis

Zuvor waren bei einem Krisengipfel von Haub, Edeka-Chef Markus Mosa, Rewe-Chef Alain Caparros und dem Verdi-Vorsitzenden Frank Bsirske erste Fortschritte erzielt worden. Seitdem ist unklar, ob es weitere Treffen gegeben hat. Betriebsräte hatten unterdessen eine schnelle Lösung gefordert, um die Hängepartie für die Beschäftigten endlich zu beenden. 

Branchenprimus Edeka sowie Kaiser's Tengelmann hatten die Fusion vor etwa zwei Jahren beschlossen. Doch das Bundeskartellamt legte sein Veto ein. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hebelte das Zusammenschluss-Verbot über eine sogenannte Ministererlaubnis aus, die liegt aber angesichts der juristischen Auseinandersetzungen auf Eis. 

(frin/gw/dpa)
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