Laut Insolvenzverwaltung: Karstadt ist zu retten
zuletzt aktualisiert: 06.12.2009 - 08:25Berlin (RPO). Der schwer angeschlagene Kaufhauskonzern Karstadt ist nach Einschätzung der Insolvenzverwaltung über den Berg. Rolf Weidmann, Beauftragter des Insolvenzverwalters für die Karstadt-Häuser, sagte in einem Interview: "Das Unternehmen schreibt nach dem Insolvenzantrag im Juni 2009 aktuell schwarze Zahlen. Die Umsätze in den Häusern sind gut. Die Kaufhäuser sind wettbewerbsfähig. Karstadt ist zu retten."
Gute Nachrichten habe Weidmann auch für Beschäftigte und Standorte. "Keine der verbleibenden 120 Karstadt-Filialen wird 2010 geschlossen. Wir wollen die 86 Waren-, 26 Sporthäuser und acht Schnäppchencenter als Paket erhalten", sagte er der Bild-Zeitung.
Für das "Karstadt-Paket" gibt es laut Weidmann derzeit rund zwei Dutzend Kauf-Interessenten. Beim Verkauf geht es ihm nicht nur darum einen hohen Kaufpreis zu erzielen, sondern auch um ein schlüssiges Konzept für die Zukunft des Unternehmens. Weidmann: "Ich rechne damit, dass wir in der zweiten Hälfte 2010 einen Käufer für Karstadt gefunden haben. Aber zum Schnäppchenpreis bekommt man Karstadt nicht."
Von einer möglichen Fusion mit anderen Kaufhausketten zu einer großen Deutschen Warenhaus AG hält Weidmann nichts. "Es würde zu weiteren Hausschließungen führen. Eine Monopolisierung passt auch nicht in die soziale Marktwirtschaft."
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