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Arcandor: Karstadt-Mitarbeiter sollen Leistungsprämie erhalten

zuletzt aktualisiert: 06.09.2009 - 12:58

Frankfurt/Main (RPO). Der insolvente Essener Handelskonzern Arcandor fordert einem Medienbericht zufolge, dass die Karstadt-Mitarbeiter auf ihr Gehalt verzichten. Stattdessen soll ein Prämiensystem eingeführt werden, das von den Umsätzen der jeweiligen Karstadt-Filiale oder der Abteilung abhängt.

Einem "Spiegel"-Bericht zufolge will der insolvente Handelskonzern Arcandor seinen Mitarbeitern eine Leistungsprämie zahlen und fordert zugleich einen Gehaltsverzicht. Die Beschäftigten sollen bis zu 20 Prozent mehr verdienen können, wenn ihr Haus oder ihre Abteilung höhere Umsätze als vergleichbare Einheiten macht. Das System soll die Mitarbeiter motivieren, um möglichst viele der angeschlagenen Karstadt-Häuser zu retten.

Zugleich ist Arcandor schon nicht mehr in der Tarifgemeinschaft, um Einsparungen zu realisieren. Klaus Hubert Görg hält laut "Spiegel" weitere Einschnitte für vertretbar, um möglichst viele der 126 Karstadt-Häuser zu retten. Görgs Sprecher Thomas Schulz bestätigte den Bericht am Sonntag nicht. Man spreche auch mit Arbeitnehmer-Vertretern, allerdings nicht in der Öffentlichkeit. Wenn die Gespräche abgeschlossen seien, werde es die Eckpunkte eines Insolvenzplanes geben.

Die Gläubigerversammlungen sollen im November abstimmen.

Quelle: AP/jre

 
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