Frist für Kaufvertrag bis 09. Juni verlängert: Karstadt-Zukunft weiter ungewiss
zuletzt aktualisiert: 28.05.2010 - 19:34Essen (RPO). Der Karstadt-Gläubigerausschuss hat die Frist zur Unterzeichnung eines Angebots erneut verlängert. Die elf Mitglieder des Gremiums verlängerten den Termin für die Unterzeichnung eines Kaufvertrags letztmalig bis 9. Juni, wie der Sprecher des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg am Freitag mitteilte.
Am Freitag lagen vom Immobilienkonsortium Highstreet sowie vom Investor Nicolas Berggruen und der deutsch-skandinavischen Beteiligungsgesellschaft Triton Offerten für die insolvente Kaufhauskette vor. Diese Bieter erläuterten im Verlauf der Sitzung ihre jeweiligen Angebote und ihr Fortführungskonzept für Karstadt.
Den Angaben zufolge wollen die Mitglieder des Gläubigerausschusses die Angebote nun gründlich prüfen, damit am 9. Juni 2010 ein Interessent definiert und ein Kaufvertrag unterschrieben werden kann.
Die Insolvenzverwaltung hatte auf der Sitzung des Gläubigerausschusses zudem darüber berichtet, in welchem Umfang Kommunen auf die hypothetisch entstehende Gewerbesteuer verzichten. Diese entsteht ausschließlich durch den Verzicht der Gläubiger auf deren Forderungen.
Vier Kommunen bleiben nun bei ihrer ablehnenden Haltung, wie der Insolvenzverwalter mitteilte. Nahezu alle Kommunen, deren Bescheid noch zu klären war, hatten im Laufe der Woche eine Klarstellung im Interesse der Fortführung von Karstadt zugesagt.
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