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Anschlüsse zu billig vertrieben?: Kartellamt ermittelt gegen die Telekom

zuletzt aktualisiert: 03.12.2009 - 15:24

Bonn/Frankfurt (RPO). Das Bundeskartellamt ermittelt nach einer Beschwerde eines Wettbewerbers gegen die Deutsche Telekom. Ein Konkurrent wirft der Telekom vor, bestimmte Anschlüsse an Großkunden zu billig abzugeben.

Das Verfahren stehe noch ganz am Anfang, die Wettbewerbsbehörde habe in einem ersten Schritt Auskünfte über Preise und Marktdaten verlangt, sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die O2-Mutter Telefónica wirft der Telekom den Angaben zufolge vor, bestimmte Anschlüsse an Großkunden unter den eigenen Kosten zu vergeben.

Das in der Kritik stehende Angebot der Telekom richtet sich an Konkurrenten des Konzerns. Diese können bei dem Konzern Anschlüsse mieten - entweder mit den oder ohne die dahinter stehenden Leitungen der Telekom. Telefónica betreibt genauso wie etwa Vodafone ein eigenes Leitungsnetz, benötigt von der Telekom also nur das Angebot für den Anschluss ohne das dahinter stehende Netz des Bonner Konzerns.

Allerdings sei der Preisunterschied zu dem Produkt, das vollkommen auf die Infrastruktur der Telekom setzt, zu klein, monieren die Wettbewerber. Die Investitionen in die eigenen Netze lohnten sich überhaupt nicht. Telefónica wirft der Telekom daher vor, das Angebot, das die Nutzung des Netzes einschließt, unter Preis zu verkaufen.

Die Telekom wies diese Kritik zurück: Der Preisabstand sei "angemessen", sagte der Konzernsprecher. "Der Wettbewerb wird dadurch nicht beeinträchtigt. Das werden wir dem Kartellamt umfassend darlegen." Er verwies auf eine nach Ansicht des Unternehmens vergleichbare Beschwerde von Wettbewerbern, bei der das Kartellamt das Verfahren eingestellt habe. Sollten die Wettbewerbshüter allerdings einen Verstoß der Deutschen Telekom erkennen, könnte der "FAZ" zufolge ein hohes Bußgeld drohen.

Quelle: AFP/csi

 
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