EU bestraft nicht umgesetzte Absprachen: Kartellstrafe: Bierkonzerne müssen Millionen zahlen
zuletzt aktualisiert: 29.09.2004 - 16:12Brüssel (rpo). Schlechte Nachrichten für die Brauereikonzerne Danone-Kronenbourg und Heineken. Die Unternehmen müssen Millionenstrafen wegen verbotener Absprachen zahlen, obwohl diese Pläne nie in die Tat umgesetzt worden sind. Wie die EU-Kommission am Mittwoch berichtete, wollten die Unternehmen einen "dummen und kostspieligen Übernahmekrieg" um diverse Getränkegroßhändler beenden.
Dafür verständigten sie sich über die Angleichung der Vertriebsnetze und Absatzmengen. Die nicht angewendete "Waffenstillstandsvereinbarung" sei für den Markt folgenlos geblieben. Als schwere Zuwiderhandlung gegen EU-Wettbewerbsrecht verhängte die Kommission aber Geldbußen von 1,5 Millionen Euro gegen Danone/Kronenbourg und von einer Million Euro gegen Heineken.
Im Falle von Danone/Kronenbourg kam laut Kommission erschwerend hinzu, dass Danone als damalige Muttergesellschaft von Alken-Maes Ende 2001 bereits eine Kartellbuße von fast 45 Millionen Euro wegen Beteiligung an Markt- und Preisabsprachen in Belgien auferlegt wurde. Einschließlich eines dritten Kartellfalls in Luxemburg ebenfalls im Jahr 2001 hat die Kommission mit der jüngsten Entscheidung ihre laufenden Untersuchungen im Biermarkt fast abgeschlossen. Offen ist noch der Ausgang einer weiteren Untersuchung über mögliche Kartellabsprachen in den Niederlanden.
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