Hauptversammlung beim Autobauer: Keine Entlastung für Ex-Porsche-Chef Wiedeking
zuletzt aktualisiert: 15.12.2009 - 18:47Stuttgart (RPO). Der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und der ehemalige Finanzvorstand Holger Härter sollen wegen des laufenden Ermittlungsverfahrens auf der Hauptversammlung zunächst nicht entlastet werden. Dies teilte die Porsche-Holding am Dienstag nach einer Aufsichtsratssitzung in Stuttgart mit.
Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft geht dem Vorwurf nach, beide früheren Manager hätten bei der geplanten Übernahme von Volkswagen den Aktienkurs von Europas größten Autobauer manipuliert. Man habe den Sachverhalt geprüft und Gutachten eingeholt, teilte das Unternehmen mit. "Die Prüfung und die Gutachten kommen zu dem Ergebnis, dass keine Rechtsverstöße vorliegen."
Vorstand und Aufsichtsrat seien trotzdem der Auffassung, dass die Beschlussfassung über die Entlastung der beiden ehemaligen Vorstandsmitglieder nicht erfolgen sollte, bevor die Ermittlungsverfahren abgeschlossen seien. Deshalb schlagen beide Gremien der Hauptversammlung am 29. Januar 2010 vor, die Beschlussfassung über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2008/09 zu vertagen.
Die beiden Manager mussten ihren Posten nach dem gescheiterten Übernahmeversuch räumen. Wiedeking und Härter mussten am Morgen des 23. Juli, nach einer nächtlichen Aufsichtsratssitzung, ihre Hut nehmen. Wiedeking wurde durch den Porsche-Produktionschef Michael Macht ersetzt. Nun ist Volkswagen bei dem Sportwagenbauer eingestiegen. VW beteiligte sich in einem ersten Schritt mit 49,9 Prozent an der Porsche AG. Der Kaufpreis betrug demnach 3,9 Milliarden Euro. 2011 sollen die beiden Konzerne ganz verschmolzen werden.
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