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panorama deutsche Post DDP 2009
  Foto: ddp, ddp
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Tarifkonflikt mit Verdi beigelegt: Keine Streiks im Weihnachtsgeschäft der Post

zuletzt aktualisiert: 30.10.2009 - 17:07

Bonn (RPO). Die Weihnachtspäckchen sollen rechtzeitig ankommen. Zumindest ist ein drohender Streik im Weihnachtsgeschäft der Deutschen Post abgewendet. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und das Unternehmen stellten in Bonn und Berlin eine Tarifeinigung für die 130.000 Post-Beschäftigten vor.

Danach kommt unter anderem die bereits vereinbarte Tariferhöhung von drei Prozent wie geplant im Dezember und wird nicht wie von der Post beabsichtigt verschoben. Im Jahr 2011 gibt es den Angaben zufolge eine Einmalzahlung von 320 Euro. Darüber hinaus soll es aber bis Ende 2011 keine Lohnerhöhungen geben. Betriebsbedingte Kündigungen bleiben bis dahin ausgeschlossen.

Die Tarifpartner verständigten sich zudem auf einen Kompromiss bei der umstrittenen Auslagerung von Paket- und Briefzustellungen an Fremdfirmen. Laut Verdi wird es in den kommenden zwei Jahren in der Briefzustellung keine Fremdvergabe geben. Bei der Paketzustellung wird die Zahl der Pilotbezirke von 880 auf 990 erhöht.

Beide Seiten zeigten sich mit dem Abschluss zufrieden. "Die tarifpolitische Vernunft hat sich durchgesetzt", erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis. Es werde keinen Eingriff in laufende Tarifverträge geben. Das Ergebnis eröffne den Beschäftigten Perspektiven und Sicherheit für die kommenden zwei Jahre.

Post-Chef Frank Appel sprach von einem "Etappensieg" für sichere Arbeitsplätze. Der Vorstand sei überzeugt, mit dem Ergebnis einen "signifikanten Beitrag" zur Sicherung des Ergebnisses im Unternehmensbereich Brief für die nächsten zwei Jahre erreicht zu haben. Es sei der Post "sehr wichtig" gewesen, die schwierige Gesamtsituation der deutschen Wirtschaft nicht noch durch einen Streik im Brief- und Paketbereich vor Weihnachten zusätzlich zu belasten. Nach Angaben des Unternehmens führt die Einigung mit Verdi zu einer Kostenentlastung von rund 140 Millionen Euro in 2010 und rund 230 Millionen Euro in 2011.

Quelle: AFP/spo

 
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