Es werden weniger Autos verkauft und repariert: Kfz-Händler und -Werkstätten mit weniger Umsatz und Personal
zuletzt aktualisiert: 13.10.2003 - 16:55Aachen (rpo). Das Kraftfahrzeuggewerbe wird durch Umsatzverluste beim Autoverkauf und in den Werkstätten gebremst. So sparen Autobesitzer allein schon bei den Reparaturen. Die Folge: Autowerkstätten brauchen weniger Personal.
Der Umsatz beim Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen und in den Werkstätten werde in diesem Jahr wahrscheinlich um zwei Milliarden auf 122 Milliarden Euro zurückgehen, sagte Rolf Leuchtenberger, Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbeverbandes am Montag in Aachen. Im laufenden Jahr würden 10 000 Arbeitsplätze abgebaut, was einen Rückgang auf 490 000 bedeute.
Allein die Autowerkstätten hätten im laufenden Jahr 500 Millionen Euro Umsatz eingebüßt, sagte Leuchtenberger. Das liege vor allem daran, dass Autobesitzer Geld sparen wollten und deshalb Reparaturen aufschöben und die Wagen nicht mehr regelmäßig warten ließen.
Leuchtenberger machte auch die Industrie für die schwierige Situation des Kfz-Gewerbes mitverantwortlich. Die Margen in Vertrieb und Service seien gesenkt worden, zugleich setzten die Hersteller aber kostenintensive Standards für den Verkauf ihrer Fahrzeuge durch.
Die Bemühungen der Europäischen Union für einen freieren Automarkt werden nach Ansicht Leuchtenbergers nicht zu niedrigeren Preisen führen. "Spätestens 2004 werden Werkstatt- und Neuwagenpreise steigen. Das Autokaufhaus wird es in Deutschland nicht geben", sagte Leuchtenberger.
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