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Kirch-Prozess
Staatsanwalt glaubt Ex-Deutsche-Bank-Chef Ackermann nicht

Der letzte große Auftritt von Josef Ackermann
Der letzte große Auftritt von Josef Ackermann FOTO: afp, DANIEL ROLAND
München. Die Münchner Staatsanwaltschaft ist nicht von den Unschuldserklärungen des früheren Deutsche-Bank-Chefs Josef Ackermann im Fall Kirch überzeugt.

Ackermann verfolge eine leicht zu durchschauende Strategie, um die Wahrheit zu verbergen, sagte Staatsanwalt Stephan Necknig am Dienstag vor dem Landgericht München: "Dr. Ackermann widerspricht sich in zahlreichen Punkten selbst."

Ackermann ist zusammen mit seinem Nachfolger Jürgen Fitschen und drei weiteren Ex-Bankern angeklagt, weil er im Prozess um Schadenersatz-Forderungen für die Pleite des Medienkonzerns Kirch vor vier Jahren die Unwahrheit gesagt haben soll.

In der vergangenen Woche hatte sich Ackermann über die Richter des damaligen Prozesses am Oberlandesgericht München beklagt und ihnen einen rauen Umgangston vorgeworfen. Der Staatsanwalt äußerte dafür wenig Verständnis: "Was erwartet Dr. Ackermann? Er bedient das Oberlandesgericht mit Unwahrheiten und möchte dafür freundlich und wohlwollend behandelt werden." Ackermanns Verteidiger wies die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurück.

(dpa)
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