Verträge unterschriftsreif: Kölmel verkauft angeblich Kinowelt
zuletzt aktualisiert: 10.01.2008 - 08:11Leipzig (RPO). Der französische Bezahlsender Canal Plus kauft angeblich die Leipziger Kinowelt-Gruppe. Die Verträge sollen bereits unterschriftsreif auf dem Tisch liegen.
Nach Informationen der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstagausgabe) sind Kinowelt-Eigentümer Michael Kölmel und Vertreter von Canal Plus seit Dienstag bei abschließenden Geheimverhandlungen in Berlin dabei, die letzten Details der Übernahme zu klären.
Demnach lässt sich der Pay-TV-Sender Canal Plus den Kauf der Kinowelt-Gruppe, zu der etwa 20 Tochterfirmen der Medienbranche gehören, rund 70 Millionen Euro kosten. Das Kinowelt-Management wollte auf Anfrage der Zeitung keine Stellungnahme abgeben. Kölmel hatte bereits im Dezember eingeräumt, einen strategischen Partner zu suchen, um international mit der Kinowelt schneller wachsen zu können.
Nach Informationen der Zeitung wird Michael Kölmel als Berater und Filmexperte für die Kinowelt tätig sein. Das operative Geschäft werde der jetzige Mit-Geschäftsführer der Kinowelt, Bertil Leclaire, leiten. Zunächst solle der Firmensitz in Leipzig erhalten bleiben.
Im Geschäftsjahr 2006 kletterte der Kinowelt-Umsatz um mehr als ein Drittel auf 107 Millionen Euro. Der Gewinn legte von 3,5 Millionen auf knapp fünf Millionen zu. Die Firma erwirtschaftet über 50 Prozent ihres Jahreserlöses mit dem Verkauf von DVDs.
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