Nach dem Neustart in Leipzig: Konkursverschleppung: Kölmel-Brüdern droht Anklage
zuletzt aktualisiert: 23.11.2003 - 10:51München (rpo). Einem Medienbericht zufolge droht den Machern der Kinowelt Medien AG eine Anklage wegen Konkursverschleppung. Die Brüder Michael und Rainer Kölmel hatten erst vor kurzem mit den Resten ihres Kinowelt-Imperiums den Neustart in Leipzig gewagt.
Den Brüdern droht ein Verfahren wegen Konkursverschleppung und Untreue im Fall der Kinowelt Medien AG. Der Sprecher der Münchner Staatsanwaltschaft, Anton Winkler, sagte dem Nachrichtenmagazin "Focus": "Es wird voraussichtlich gegen beide Anklage erhoben." Damit gerät auch das Engagement der Sparkasse Leipzig in ein neues Licht. Sie hatte den Kölmels einen Kredit über rund 18 Millionen Euro gewährt und den Brüdern so ermöglicht, die brauchbaren Reste der Kinowelt aus der Konkursmasse zu ziehen und mit 70 Mitarbeitern in Leipzig neu anzufangen.
Eine Sprecherin der Sparkasse versicherte, das Institut habe "von einer großen deutschen Kanzlei" das Risiko "sehr, sehr sorgfältig" untersuchen lassen. Ein Staatsanwalt in München sagte "Focus": "Wir haben definitiv keine Unterlagen zur Prüfung herausgegeben." Michael und Rainer Kölmel sind in Leipzig Bauherren und Betreiber des neuen Zentralstadions, das als Spielstätte für die Fußball-WM 2006 feststeht. (Der Beitrag lag dpa in redaktioneller Fassung vor)
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