HSH Nordbank: Kopper bestätigt Vertrauen in Nonnenmacher
zuletzt aktualisiert: 14.10.2009 - 17:46Hamburg/Kiel (RPO). Der Aufsichtsratsvorsitzende der angeschlagenen HSH Nordbank, Hilmar Kopper, hat dem Vorstandsvorsitzenden Dirk Jens Nonnenmacher den Rücken gestärkt. Die sogenannten "Omega"-Transaktionen aus dem Jahr 2007 belegten zwar "deutlich, dass die damaligen Risikomanagement- und Kontrollsysteme der Bank nicht ausreichend und angemessen waren", erklärte Kopper am Mittwoch.
Nonnenmacher habe aber zum Zeitpunkt der beiden fraglichen Geschäfte dem Vorstand noch nicht angehört beziehungsweise habe in seiner Funktion als Finanzvorstand keine direkte Kreditverantwortung gehabt. Er, Kopper, sehe sich daher "in seinem uneingeschränkten Vertrauen in den Vorstandsvorsitzenden Dirk Jens Nonnenmacher bestätigt".
Die Anwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer wurde gebeten, so Kopper weiter, zum Ende des Monats einen Zwischenbericht vorzulegen. Dem Aufsichtsrat der Bank werde es dann möglich sein, eine umfassende Bewertung der Arbeit des Vorstands in den vergangenen Jahren vorzunehmen.
Omega-Deals
Der Vorstand der Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein war in den vergangenen Tagen durch ein verlustreiches Milliardengeschäft mit dem Namen Omega weiter unter Druck geraten. Entgegen bisherigen Berichten hat die Bank-Spitze das Geschäft mit dem Namen Omega selbst genehmigt, darunter der jetzige HSH-Chef Dirk Jens Nonnenmacher, wie der Radiosender NDR Info am Dienstag unter Berufung auf ihm vorliegende Dokumente berichtete.
Durch das Omega-Geschäft habe die HSH 2008 einem vertraulichen Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zufolge 500 Millionen Euro abschreiben müssen. Experten werteten dies als einen entscheidenden Schritt zur Beinahe-Pleite der Bank.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
