Ermittlungen gegen Zulieferer: Korruptionsskandal bei Mercedes
zuletzt aktualisiert: 22.10.2009 - 17:54Verden (RPO). Die Staatsanwaltschaft Verden ermittelt gegen verschiedene Zuliefererfirmen von Mercedes Benz. Wie ein Sprecher sagte, bestehe der Verdacht, dass sie Mitarbeiter von Mercedes bestochen haben. Insgesamt seien fünf Firmen betroffen, im Fokus der Ermittlungen stehen jedoch insbesondere zwei niedersächsische Firmen aus Syke (Kreis Diepholz) und Groß Ippener (Kreis Oldenburg).
Die Höhe des Schadens durch die mutmaßliche Korruption sei noch nicht zu beziffern, da die Ermittlungen gerade erst begonnen hätten, sagte der Sprecher auf ddp-Anfrage weiter.
Ein Sprecher von Daimler bestätigte die Ermittlungen. "Wir kennen den Fall", sagte er. Das Unternehmen unterstütze die Staatsanwaltschaft, könne aber wegen des laufenden Verfahrens keine weiteren Angaben zu den Vorwürfen machen, fügte er hinzu.
Bei einer Durchsuchungsaktion in insgesamt zwölf Objekten sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Insgesamt müssten nun rund 40 Umzugskartons mit Akten sowie 15 Computerfestplatten ausgewertet werden. Deshalb sei noch unklar, ob und wann es zu einer Anklage kommen wird.
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