Staatsanwalt ermittelt: Korruptionsskandal bei Philips
zuletzt aktualisiert: 24.08.2006 - 07:29Hamburg (rpo). Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen mehr als 100 Mitarbeiter von Philips und mehrerer Elektronikmärkte, darunter Saturn und Media Markt. Philips-Beschäftige sollen Einkäufern der Märkte Sachgeschenke angeboten haben, um Aufträge zu bekommen.
Das berichtet die "Financial Times Deutschland". Philips bestätigte die Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft Hamburg wollte sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern.
Ein ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung von Philips Deutschland soll die Bestechung in den Jahren 2000 bis 2002 angeordnet haben. Ziel war es, den Umsatz im Geschäftsbereich Haushaltsgeräte anzukurbeln.
So wurden im Rahmen einer Verkaufsförderungskampagne Mitarbeitern verschiedener Elektronikfachhändler, darunter auch von Media-Märkten und Saturn-Häusern, "Prämien offeriert, die an ein bestimmtes Auftragsvolumen gebunden waren", bestätigte die Media-Saturn-Holding der Zeitung.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt dem Bericht zufolge in diesem Fall erst seit Anfang Mai dieses Jahres. Vor einigen Wochen stellten die Ermittler Unterlagen in der Philips-Deutschlandzentrale in Hamburg sicher.
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