Forderte Haider Unterstützung für Fußballklub?: Korruptionsverdacht bei der BayernLB
zuletzt aktualisiert: 30.01.2010 - 09:50München (RPO). Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt in der Affäre um das Milliardendesaster der Bayerischen Landesbank bei der Hypo Alpe Adria nach Presseinformationen nun auch wegen Korruption. Angeblich habe der verstorbene Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider den Deal von der Unterstützung eines Fußballklubs abhängig gemacht.
Die "Süddeutsche" Zeitung" berichtete vorab, die Ermittler gingen dem Verdacht nach, der frühere Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider habe im Jahr 2007 beim Verkauf der Hypo Alpe Adria an die BayernLB seine Zustimmung davon abhängig gemacht, dass die Landesbank einen Fußballklub in Kärnten unterstützt. Zu diesem Zweck sollen über eine Berliner Tochterbank der BayernLB, die DKB, zwei Millionen Euro geflossen sein.
"Es besteht Korruptionsverdacht", sagte Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger dem Blatt. Womöglich sei der 2008 tödlich verunglückte Haider als "ausländischer Amtsträger" mit einem Millionenbetrag für den Kärntner Fußball bestochen worden. Das Land Kärnten war früher größter Anteilseigner der Hypo Alpe Adria. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Korruptionsverdachts nach Angaben von Stockinger gegen diejenigen Manager der BayernLB, die für das mutmaßliche Fußball-Sponsoring in Kärnten verantwortlich gewesen sind. Namen von Beschuldigten nannte Stockinger nicht.
Der Zeitung zufolge hatte Haider 2007 für ein neues Stadion in Klagenfurt nach einem geeigneten Fußballklub gesucht. Der Landeshauptmann und einige seiner Gefolgsleute wurden beim SV Superfund Pasching in Oberösterreich fündig, der nach Klagenfurt umzog und sich in SK Austria Kärnten umbenannte. Der Vereinstransfer soll mit mehreren Millionen Euro unterstützt worden sein, die zur "Förderung des Fußballsports in Pasching" auf ein Treuhandkonto flossen. Woher dieses Geld kam, ist bis heute nicht geklärt.
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