kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
panorama CADBURY KRAFT AP
  Foto: AP, AP
Kommentare ()

Britischer Süßwarenhersteller: Kraft kauft Cadbury für 19,6 Milliarden Dollar

zuletzt aktualisiert: 19.01.2010 - 11:41

London (RPO). Nach langem Ringen hat der britische Süßwarenhersteller Cadbury einer Übernahme durch den US-Rivalen Kraft Foods für umgerechnet 19,6 Milliarden Dollar zugestimmt. Die zuletzt nachgebesserte Kraft-Offerte bewerte Cadbury mit 840 Pence je Aktie, teilten die Briten mit.

Kraft will je Aktie 500 Pence in bar sowie 0,1874 neue Kraft-Aktien bezahlen.  Foto: AP, AP
Kraft will je Aktie 500 Pence in bar sowie 0,1874 neue Kraft-Aktien bezahlen. Foto: AP, AP

Nach einer monatelangen Übernahmeschlacht um den britischen Süßwarenhersteller Cadbury entsteht eine neue weltweite Nummer eins in der Lebensmittelindustrie. Der US-Konzern Kraft Foods einigte sich mit Cadbury auf eine Übernahme, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitteilten. Kraft hatte sein Angebot für den Konkurrenten zuvor deutlich erhöht.

Kraft, das unter anderem Milka und Toblerone produziert, will für Cadbury nun 11,5 Milliarden Pfund (gut 13 Milliarden Euro) in Bargeld und Aktien zahlen. Der Vorstand des britischen Schokoladenherstellers, der die alte Offerte über 10,5 Milliarden Pfund wiederholt als "lächerlich" zurückgewiesen hatte, empfahl seinen Aktionären nun, das neue Angebot anzunehmen.

Mit der Übernahme von Cadbury überholt Kraft, bislang die weltweite Nummer zwei in der Lebensmittelindustrie, den Branchenprimus Nestlé. "Kraft Foods glaubt, dass die Zusammenarbeit mit Cadbury das Potenzial für deutliche Kosteneinsparungen und Synergien bietet, von denen die Cadbury-Anteilseigner profitieren werden", erklärte der US-Konzern.

Für Cadbury endet damit eine traditionsreiche Unternehmensgeschichte von über 180 Jahren. Der bislang nach Mars weltweit zweitgrößte Schokoladenkonzern geht auf einen kleinen, 1824 im zentralenglischen Birmingham gegründeten Lebensmittelladen zurück. Cadbury vertreibt über 40 Marken, darunter die vor allem in Großbritannien sehr erfolgreichen Schokoriegel Dairy Milk, die Halls-Bonbons und Hollywood-Kaugummi.

Cadbury beschäftigt weltweit 45.000 Menschen, in Großbritannien und Irland arbeiten 5600 Beschäftigte. Gewerkschaften haben vor einem massiven Stellenabbau bei Cadbury gewarnt, durch den Kraft Schulden aus der Übernahme abbauen könnte. Der britische Premierminister Gordon Brown sagte am Dienstag in London, seine Regierung werde sich für den Erhalt der Arbeitsplätze bei dem britischen Süßwarenriesen einsetzen.

An Cadbury war bis zuletzt auch der US-Konzern Hershey interessiert. Es wurde erwartet, dass er diese Woche ein Angebot über umgerechnet 12,5 Milliarden Euro für den britischen Schokoriesen vorlegt. Mit Spannung erwartet wurde nun, ob Hershey das Angebot noch einmal nachbessert, um Kraft doch noch zu übertrumpfen und die Aktionäre auf seine Seite zu ziehen. Spekuliert wurde zudem über ein gemeinsames Angebot von Hershey mit dem italienischen Süßwarenkonzern Ferrero. Auch der Schweizer Konzern Nestlé hatte eine Übernahme von Cadbury erwogen, sich aus dem Rennen aber zurückgezogen.

Kraft will je Aktie 500 Pence in bar sowie 0,1874 neue Kraft-Aktien bezahlen. Zudem sollen Cadbury-Aktionäre zehn Pence je Papier über eine Sonderdividende erhalten. Das abschließende Angebot entspricht dem 13-fachen Wert des Ebitda von Cadbury aus dem vergangenen Jahr.

Das Angebot stelle einen guten Wert für die Cadbury-Aktionäre dar, sagte Cadbury-Verwaltungsratschef Roger Carr. Kraft werde 265 Millionen neue Aktien ausgeben, um die Offerte zu finanzieren.

Cadbury hat sich seit September, als Kraft mit einem Angebot überraschte, vehement gegen eine Übernahme gewehrt und dies mit dem zu niedrigen Kaufpreis begründet. Ursprünglich hatte Kraft 300 Pence sowie 0,2589 neue Kraft-Aktien geboten. Damals entsprach das einem Wert von 745 Pence je Aktie.

Die Aktionäre müssen die Übernahme nun absegnen. Cadbury-Anteilseigner haben dafür bis 2. Februar Zeit. Die Cadbury-Aktie stieg in London um 3,7 Prozent auf 837 Pence.

Quelle: RTR/AFP/csr

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
"Deutschland bleiben drei Monate zur Euro-Rettung"

Investorenlegende George Soros

"Berlin hat drei Monate zur Euro-Rettung"

Die Rettung des Euro hängt nach Einschätzung des US-Großinvestors George Soros an Deutschland. mehr 

Ihr Platz soll Schlecker-XL-Filialen übernehmen

Drogeriemarktkette Schlecker

Ihr Platz soll XL-Filialen übernehmen

Nach dem Aus für die Drogeriemarktkette Schlecker steht nun die Abwicklung der einzelnen Unternehmensteile an. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Investorenlegende George Soros

"Berlin hat drei Monate zur Euro-Rettung"

Drogeriemarktkette Schlecker

Ihr Platz soll XL-Filialen übernehmen

Deutschlands größter Autobauer

Volkswagen stellt sich neu auf

Drittgrößtes Mobilfunkunternehmen

E-Plus droht der Verkauf

Thronjubiläum von Queen Elizabeth II.

Mit Tee und Scones auf dem Rhein

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
Offizielle-und-inoffizielle-Atommaechte_1_48507.jpg

Schiffe aus deutscher Produktion

Israel stationiert Atomwaffen auf U-Booten

Einem Medienbericht zufolge werden israelische U-Boote aus deutscher Produktion mit Atomraketen bewaffnet. mehr

 
Bernd Riexinger bildet zusammen mit Katja Kipping das neue Führungs-Duo der Linken.

Bernd Riexinger im Porträt

Lafontaine-Freund und Agenda-Gegner

Bernd Riexinger meidet eigentlich das Blitzlichtgewitter. "Ich muss mich nicht ständig in Szene setzen", sagt er. Schon aus diesem Grund hat er sich nicht nach der Bewerbung um den Bundesparteivorsitz der Linken gedrängt. mehr

 

Parteitag wählt Doppelspitze

Kipping und Riexinger neue Linken-Chefs

 

Neue Linken-Chefin im Porträt

Katja Kipping - unangepasst und modern

 

Konferenz der Kreisvorsitzenden

CDU-Basis übt scharfe Kritik an Merkel

 

Krise der Banken hält an

Merkel: Spanien soll unter Rettungsschirm

 

Parteitag der Linken in Göttingen

Gysi: "Das ist ein pathologischer Zustand"

 

Protestdemos nach Urteilsverkündung

Muslimbruder fordert Todesstrafe für Mubarak

Strom-Rechner

kWh
vergleichen