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Eon Kraftwerk Neubau Datteln, Panorama, AP 2009-0910
  Foto: AP, AP
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Datteln: Kraftwerksbau droht für Eon zum Fiasko zu werden

zuletzt aktualisiert: 10.09.2009 - 14:55

Münster (RPO). Der 1,2 Milliarden Euro teuere Neubau des Steinkohlenkraftwerks in Datteln droht für Deutschlands größten Energieversorger Eon zum finanziellen Fiasko zu werden. Die Bezirksregierung Münster kündigte am Donnerstag an, vorläufig keine weiteren Teilgenehmigungen für das schon weit fortgeschrittene Bauprojekt zu erteilen. Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen hatte zuvor den Bebauungsplan für Kraftwerk aufgehoben.

Einen von Umweltschützern geforderten sofortigen Baustopp lehnte die Bezirksregierung allerdings zunächst ab. "Auf der Grundlage ihres derzeitigen Kenntnisstandes kann die Bezirksregierung Münster keinen sofortigen Baustopp für die Errichtung des Kraftwerkes verhängen, denn die Begründung des Oberverwaltungsgerichts-Urteils vom 3. September 2009 liegt noch nicht vor.

Weitere Teilgenehmigungen werden jedoch nicht erteilt", beschrieb der Regierungspräsident das weitere Vorgehen. In Kürze hätte eigentlich die sechste Teilgenehmigung erteilt werden sollen, wie die Behörde berichtete.

Kraftwerk sollte 2011 Betrieb aufnehmen

Die Bauarbeiten an dem laut Eon weltweit größten Steinkohle-Monoblock-Kraftwerk mit einer elektrischen Leistung von rund 1050 Megawatt hatten bereits 2007 begonnen. Es sollte nach den bisherigen Planungen 2011 seinen Betrieb aufnehmen. Das Kraftwerk liegt am süd-östlichen Stadtrand von Datteln unmittelbar am Dortmund-Ems-Kanal. Die nächsten Wohngebiete liegen rund 400 Meter entfernt.

Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen hatte den Bebauungsplan für das im Bau befindliche 1,2 Milliarden Euro teure Eon-Kohlekraftwerk in Datteln Anfang dieses Monats aufgehoben. Bei der Genehmigung des Kraftwerks habe die Stadt das Gefährdungspotenzial des Kraftwerks und den Schutz der Bevölkerung im Falle eines Störfalls nicht ausreichend beachtet.

Außerdem verstoße die Auswahl des Bauplatzes gegen Ziele der Landesplanung, befanden die Richter. Gegen den Bebauungsplan hatte ein Waltroper Landwirt geklagt.

Quelle: AP/felt

 
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