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Studie für das Jahr 2015
Krankenkassen-Zahl soll auf 50 sinken

Berlin (RPO). Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen wird laut einer Studie in den kommenden fünf Jahren kräftig sinken. Bis 2012 werden gerade 100 der aktuell 169 Kassen übrigbleiben, wie die "Welt am Sonntag" mit Verweis auf eine Untersuchung der Wirtschaftsberatungsgesellschaft Ernst & Young berichtet. Bis 2015 soll die Zahl der Anbieter demnach sogar auf nur noch 50 absinken.

Besonders gefährdet seien dabei die meist kleinen Betriebskrankenkassen. Ihre Anzahl soll von heute 130 auf lediglich zehn zurückgehen. "Der ohnehin laufende Konzentrationsprozess wird sich noch mal beschleunigen", sagt Studienautor Andreas Freiling. Als Grund nennt er die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Zum einen sei es im Gegensatz zu früher möglich, dass Krankenkassen pleitegehen. Zum anderen könnten die verbliebenen Anbieter einen erhöhten Finanzierungsbedarf seit der Einführung des Gesundheitsfonds und damit des einheitlichen Beitragssatzes in Höhe von 14,9 Prozent im vergangenen Jahr nicht mehr über Beitragssteigerungen ausgleichen.

Fast jede zweite der von Ernst & Young befragten Krankenkassen macht sich daher schon konkret Gedanken über eine Fusion. Für weitere 33 Prozent ist ein Zusammenschluss zumindest eine Option. Zuletzt hatte es zu Jahresbeginn insgesamt elf Zusammenschlüsse gegeben, bei denen mit der Barmer-GEK die größte gesetzliche Krankenkasse in Deutschland entstanden ist.

(apd/felt)
 
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