3,5 Millionen Karten noch nicht fehlerfrei: Kreditkartenpanne noch nicht vorbei
zuletzt aktualisiert: 14.01.2010 - 16:12Frankfurt/Main (RPO). Die Kreditkarten-Panne ist für Millionen Sparkassen-Kunden immer noch nicht vorbei. Rund 3,5 Millionen betroffene Karten funktionieren wegen eines Softwareproblems zwar an den meisten Händlerterminals wieder, aber nicht an allen, wie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) am Donnerstag mitteilte.
Der Verband trat zugleich Medienberichten entgegen, es gebe massive Probleme mit den Karten. Girokarten funktionierten ohnehin überall im Inland wieder. Sie könnten notfalls als Ersatz für eine Kreditkarte eingesetzt werden.
Wegen eines Softwarefehlers waren vom 1. Januar an rund 30 Millionen Bankkarten zeitweise nicht benutzbar. Grund für die Panne ist ein Softwarefehler: Die Chips auf den betroffenen Karten können das Jahr 2010 nicht richtig verarbeiten - die Lesegeräte in Bankautomaten und in Geschäften verweigerten deshalb die Annahme des Plastikgeldes. Die Panne betrifft vor allem Sparkassenkunden: Etwa 20 Millionen der rund 45 Millionen ausgegebenen Girokarten und rund 3,5 Millionen der 8 Millionen Kreditkarten sind fehlerhaft.
Der DSGV kündigte an, das Software-Problem von Anfang Februar an mit einem Software-Update beheben zu wollen. Sowohl Kredit- als auch Girokarten könnten damit repariert werden. Anderslautende Berichte, wonach Kreditkarten nicht mit dem Update instandgesetzt werden könnten, seien falsch. Mit der neuen Software sollen die Karten im In- und Ausland wieder voll funktionsfähig sein. Auf das fortgesetzte Problem bei den Kreditkarten hatte die "Leipziger Volkszeitung" aufmerksam gemacht.
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