Mit VW-Aktien verzockt: Kritik an Finanzhilfen für Milliardär Merckle
zuletzt aktualisiert: 22.11.2008 - 09:45Berlin (RPO). Mit Millionen will die Landesbank Baden-Württemberg dem Unternehmer und Milliardär Adolf Merckel unter die Arme greifen. Dafür hagelt es nun Kritik von CDU und Grünen.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Finanzexperte Otto Bernhardt sagte der "Bild"-Zeitung: "Wer mit Geld spekuliert, das fürs eigene Unternehmen benötigt wird, gefährdet Arbeitsplätze und handelt damit fahrlässig und unanständig". Bei Fehlspekulation könne es nicht Aufgabe der Regierung oder der Landesbank sein, eine Bürgschaft zu geben.
Grünen-Finanzexpertin Christine Scheel griff die Landesregierung Baden-Württembergs und die LBBW an. "Es ist unverantwortlich, dass ein solch fahrlässiges Verhalten vom Staat unterstützt wird", sagte Scheel der Zeitung. "Viele Normalbürger und kleine Unternehmen haben ja auch Schuldenprobleme - wer greift denen denn unter die Arme?"
Merckle hatte in den vergangenen Wochen durch Fehlspekulationen mit Volkswagen-Aktie einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe gemacht und die baden-württembergische Landesregierung um Hilfe gebeten.
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