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Autobauer Daimler: Kurzarbeit wird offenbar nicht verlängert

zuletzt aktualisiert: 21.12.2009 - 18:54

Stuttgart (RPO). Der Daimler-Konzern will die Vereinbarung zur Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich Mitte nächsten Jahres auslaufen lassen. Derzeit sei nicht davon auszugehen, dass dieses Programm verlängert werde, sagte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche in einem Interview.

Zetsche fügte gegenüber der "Stuttgarter Zeitung" an: "Solch eine Maßnahme findet für einen überschaubaren Zeitraum Verständnis bei den Mitarbeitern. Man kann es jedoch nicht endlos verlängern."

Die Verkürzung der Arbeitszeit um 8,75 Prozent für die 73.000 Angestellten in Verwaltung, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung in Deutschland wurde im April eingeführt. Seitdem müssen die Beschäftigten auch auf 8,75 Prozent ihres Entgelts verzichten. Dieser Beitrag der Angestellten war Teil eines Sparpakets mit Einsparungen von zwei Milliarden Euro bei den Personalkosten in diesem Jahr.

Zetsche sagte der Zeitung weiter, dass es in der Pkw-Sparte wahrscheinlich einige Quartale ohne Kurzarbeit geben werde. Grund für den Optimismus des Daimler-Vorstandsvorsitzenden ist die hohe Nachfrage nach den Modellen der E- und S-Klasse sowie nach dem kompakten Geländewagen GLK. Für den Lastwagenbereich gibt Zetsche hingegen keine Entwarnung. Hier, so sagt er, sei auch im nächsten Jahr Kurzarbeit in größerem Umfang erforderlich, weil die Märkte noch immer um 50 Prozent unter dem Normalniveau lägen.

Für die Angestellten bedeutet dies nach Zetsches Angaben, dass sie nach Rückkehr zur vollen Arbeitszeit Mitte kommenden Jahres damit rechnen müssen, zu einem anderen Kostenbeitrag aufgefordert zu werden.

Zetsche bestätigte in dem Interview laut "Stuttgarter Zeitung" erstmals, dass Daimler Gespräche mit dem französischen Renault-Konzern über eine Zusammenarbeit bei dem Kleinwagen Smart führt.

Quelle: DDP/felt

 
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