Streit um Militärtransporter A400M beigelegt: Länder einigen sich mit EADS über Finanzierung
zuletzt aktualisiert: 24.02.2010 - 14:07Palma de Mallorca (RPO). Der seit Monaten andauernde Streit um die Finanzierung des Militärtransporters A400M ist beendet: Die sieben Käuferstaaten einigten sich mit dem Hersteller EADS grundsätzlich auf die Verteilung der angefallenen Mehrkosten.
Dies teilte Spaniens Verteidigungsministerin Carme Chacon am Mittwoch am Rande des Treffens der EU-Verteidigungsminister in Palma de Mallorca mit. Nur einige "technische Details" seien noch offen.
Genauere Angaben zu den noch offenen Fragen machte die spanische Ministerin zunächst nicht. Die ungeklärten Punkte sollen ihren Angaben zufolge am Donnerstagvormittag bei einem Treffen der Verteidigungsminister der sieben Käuferstaaten in Palma de Mallorca "konkretisiert" werden.
Neben Deutschland, Frankreich und Spanien haben auch Belgien, Großbritannien, Luxemburg, Spanien und die Türkei die Airbus-Maschine bestellt, deren Auslieferung sich um mindestens drei Jahre verspätet.
Die Abnehmerländer streiten mit dem Airbus-Mutterkonzern EADS seit Monaten über die Verteilung der Mehrkosten, die sich durch die Verzögerungen ergeben. In der vergangenen Woche hatten die Käuferstaaten ein neues Angebot vorgelegt. Sie sind bereit, zusammen zwei der 5,2 Milliarden Euro Mehrkosten für das Militärprogramm und weitere 1,5 Milliarden Euro in Form von Kreditbürgschaften zu übernehmen.
Die Käuferstaaten haben insgesamt 180 der Propellermaschinen zum Gesamtwert von ursprünglich 20 Milliarden Euro bestellt. Deutschland und Frankreich sind mit 60 beziehungsweise 50 Maschinen die größten Abnehmer des Militärtransporters. Zusätzliche vier Maschinen hat Malaysia bestellt.
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