Finanzkrise: Landesbank Berlin schüttet keine Dividende aus
zuletzt aktualisiert: 14.02.2009 - 11:10Berlin (RPO). Die an den Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) verkaufte Landesbank Berlin AG schüttet offenbar für 2008 keine Dividende aus. Selbst die stillen Einlagen würden nicht verzinst. Bei einer internen Sitzung sei DSGV-Chef Heinrich Haasis deshalb heftig für das Engagement kritisiert worden.
Die Sparkassen hatten vor knapp zwei Jahren das Berliner Institut für über sechs Milliarden Euro erworben, um einen Verkauf an private Investoren zu verhindern.
Eigentlich müsste die Landesbank nach Angaben des "Spiegel"-Berichts jedes Jahr 300 Millionen Euro an die Eigentümer - den Verband, aber auch viele einzelne Institute - ausschütten, um die Finanzierungskosten zu decken. Das habe sie jedoch schon im vergangenen Jahr nicht getan. Deshalb befürchteten viele Sparkassenvorstände nun drohende Abschreibungen auf ihren Anteil an der Beteiligung.
Dem widerspreche der DSGV, heißt es im "Spiegel" weiter. Die Abschlussprüfer hätten die Werthaltigkeit der Beteiligung eindeutig festgestellt. Auch bestätige ein Gutachten, dass es bei den Abschreibungen keinen Automatismus gebe: Selbst wenn der Verband seinen Anteil abschreibe, müssten das nicht alle weiteren Anteilseigner automatisch auch tun.
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