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NRW
Landesbanken pokern um WestLB-Kapitalspritze
Chronik der WestLB-Krisen
Chronik der WestLB-Krisen FOTO: AP
Frankfurt/M./Düsseldorf . Vier Monate vor der geplanten Aufspaltung der WestLB wird weiter um die Zukunft des Sparkassengeschäfts der Landesbank gepokert. Der Sparkassenverband Hessen-Thüringen bekräftigte gestern zwar seinen Willen zur Eingliederung der sogenannten Verbundbank in die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

Der Geschäftsführende Verbandspräsident Gerhard Grandke stellte aber klar, dass die Helaba-Eigentümer nicht bereit seien, bei dem Geschäft draufzulegen. Hintergrund der Äußerung: Dem Vernehmen nach wollen die konkurrierenden Landesbanken ihren 250-Millionen-Euro-Anteil an der vereinbarten Kapitalausstattung der Verbundbank lieber in Form von Garantien als in Form von Kapital zur Verfügung stellen.

"Wir übernehmen den Verbundteil der WestLB nicht, um ihn abzuwickeln, sondern um ihn fortzuführen. Dafür braucht man hartes Kernkapital – und das wissen alle Beteiligten", betonte Grandke. "Wir fordern nichts nach, wir legen nichts drauf, wir nehmen nichts runter. Wir sind nicht auf dem Basar." Er sei aber "vorsichtig optimistisch", dass alle notwendigen Entscheidungen rechtzeitig getroffen würden. "Wir sind bereit, uns auf dieses Projekt WestLB einzulassen und sind bereit, von unserer Seite alles zu tun, damit wir das hinbekommen", sagte Grandke. Den hessischen Sparkassen gehören 85 Prozent der Helaba-Anteile.

Der Plan der EU-Kommission sieht vor, die WestLB bis 30. Juni 2012 aufzuspalten. Das WestLB-Sparkassengeschäft (Verbundbank) mit etwa 400 Arbeitsplätzen soll unter das Dach der Helaba schlüpfen. Dafür soll die Verbundbank mit einer Milliarde Euro Eigenkapital ausgestattet werden. Die Hälfte davon bringen die beiden Sparkassenverbände in NRW auf, je 250 Millionen Euro kommen aus der Sparkassenorganisation und von den Landesbanken.

Quelle: RP/rm
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