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LBBW rote Ampel Panorama, AP 2009-0924
  Foto: AP, AP
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Rettungsmaßnahmen geplant: LBBW offenbar wieder in roten Zahlen

zuletzt aktualisiert: 24.09.2009 - 20:32

Stuttgart (RPO). Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) scheint nach einem Gewinn im ersten Halbjahr wieder tief in die roten Zahlen zu rutschen. Nach Angabe von mit der Sache vertrauten Kreisen von Donnerstag dürfte die Bilanz einen Jahresverlust in der Richtung von 2 Milliarden Euro aufweisen.

Ein Sprecher der LBBW wollte sich dazu nicht äußern. Er verwies darauf, dass die Bank im kommenden Monat einen Restrukturierungsplan vorlegen werde. Die LBBW wies Ende August zwar für das erste Halbjahr 2009 einen Gewinn von 215 Millionen Euro aus, nach einem Verlust von 181 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wagte aber keine Prognose für das Gesamtjahr. 2008 fuhr die größte deutsche Landesbank einen Verlust von 2,1 Milliarden Euro ein.

Der Landesbank macht derzeit vor allem die wegen der Wirtschaftskrise wachsende Zahl von Insolvenzen zu schaffen. Die Risikovorsorge für faule Kredite musste von Januar bis Ende Juni deutlich um 717 Millionen Euro auf 740 Millionen Euro erhöht werden.

Kostensenkungsprogramm wird ausgeweitet

Nach Informationen der "Stuttgarter Nachrichten" gibt bei Land, der Stadt Stuttgart und der Sparkassen erste Überlegungen für Rettungsmaßnahmen: "Wenn es sich weiter so entwickelt wie das zu befürchten ist, kommen wir um eine weitere Kapitalerhöhung womöglich nicht herum", zitierte das Blatt einen Spitzenbeamten aus dem Umfeld von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU).

Es zeichne sich ab, dass die LBBW "nur einen Teil der Verluste durch Gewinne wieder erwirtschaften kann". Wie das Blatt weiter berichtet, soll der geplante Stellenabbau höher als bisher bekannt ausfallen. Bisher ging man davon aus, dass der neue LBBW-Chef Hans-Jörg Vetter rund 800 der 13.500 Stellen abbauen will.

Nun ist von bis zu 2000 Stellen die Rede. Mit der Sache vertraute Kreise bestätigten am Donnerstagabend den Bericht der AP. Die Bank hatte Ende August bereits angekündigt, dass ein bisher beschlossenes Kostensenkungsprogramm in Höhe von 210 Millionen Euro ausgeweitet werden soll.

Bei der Landesbank gab es im ersten Halbjahr eine Kapitalerhöhung von 5 Milliarden Euro. Das Institut weist nun eine Kernkapitalquote von 9,4 Prozent aus. Mit Hilfe einer Landesgarantie in Höhe von 12,7 Milliarden Euro sollen zudem Risiken für problematische Wertpapiere abgeschirmt werden.

Quelle: AP/felt

 
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