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Wohnungsmarkt
Kartellamt erlaubt Fusion von Deutsche Wohnen und LEG

LEG und Deutsche Wohnen: Kartellamt erlaubt Fusion
FOTO: dpa
Bonn . Die Elefantenhochzeit auf dem deutschen Wohnungsmarkt rückt näher: Das Bundeskartellamt hat den geplanten Zusammenschluss der Immobiliengesellschaften Deutsche Wohnen und LEG genehmigt, wie ein Sprecher der Behörde am Montag in Bonn erklärte.

Durch die Fusion entsteht ein Riesenkonzern mit über 250.000 Wohneinheiten und einem Wert von rund 17 Milliarden Euro. Ziel der Fusion sei, die "Wachstumsregion Nordrhein-Westfalen zu stärken und neue Regionen zu erschließen" hatten die Unternehmen Mitte September erklärt. Das gemeinsame Unternehmen soll die Bestände von Norddeutschland bis zum Rhein-Main-Gebiet verwalten. Die LEG mit 110.000 Wohnungen hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen hat ihren Sitz in Düsseldorf, die Deutsche Wohnen mit rund 144.000 Wohnungen sitzt in Berlin.

In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 28. Oktober müssen die Aktionäre der Deutsche Wohnen noch über den Zusammenschluss abstimmen. Das Unternehmen bietet den Aktionären der LEG 33 ihrer Aktien im Tausch für zehn LEG-Aktien an. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) muss noch grünes Licht für den Aktientausch geben.

Mieterschützer sehen die neue Fusion auf dem deutschen Wohnungsmarkt skeptisch. Sie befürchten, dass es in dem künftigen Riesenkonzern weniger um die Mieter als um die Gewinnmaximierung gehen könnte.

Bereits im Dezember 2014 hatten die Immobilienkonzerne Deutsche Annington und Gagfah ihren Zusammenschluss verkündet. Das fusionierte Unternehmen namens Vonovia mit rund 350.000 Wohnungen stieg im September in Frankfurt am Main in den Deutschen Aktienindex (Dax) der 30 größten börsennotierten Unternehmen auf.

(AFP)
 
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