Kinowelt: Letzte Firma des insolventen Kirch-Konzerns verkauft
zuletzt aktualisiert: 24.11.2005 - 15:38
München, 24. November (AFP). Der Pleite gegangene Kirch-Konzern ist nun endgültig Geschichte: Insolvenzverwalter Michael Jaffé verkaufte den noch letzten operativen Bereich der KirchMedia, die Epsilon Motion Pictures GmbH, an die Leipziger Kinowelt der Filmrechtehändler Michael und Rainer Kölmel. Dies teilte Jaffé am Donnerstag in München mit. Über den Verkaufspreis der in der Finanzierung von Filmen sowie im Rechtehandel tätigen Epsilon wurde demnach Stillschweigen vereinbart. Das Unternehmen schreibe schwarze Zahlen, hieß es. Epsilon vertreibt unter anderem Filmrechte ans Fernsehen sowie an Filmverleiher und DVD-Verwerter. Die Firma besitzt etwa die Rechte an den beiden Kinohits "Mr. & Mrs. Smith" sowie "Million Dollar Baby". Nach Angaben eines Sprechers von Jaffé ist mit dem Verkauf allerdings nur die operative Arbeit der weit verzweigten Firmen der KirchMedia beendet. Die Aufarbeitung der Pleite werde hingegen vor allem mit Blick auf offene Forderungen von Kirch-Gläubigern, darunter US-Filmstudios, noch Jahre dauern. Der Konzern von Leo Kirch musste im Frühjahr 2002 Insolvenz anmelden.
Quelle: afp
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