kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Lidl Panorama, AP 2009-0819
  Foto: AP, AP
Kommentare ()

Wegen Mitarbeiter-Bespitzelung: Lidl muss 36.000 Euro Bußgeld zahlen

zuletzt aktualisiert: 19.08.2009 - 15:52

Stuttgart (RPO). Im Fall der unzulässigen Erhebung von Mitarbeiter-Krankheitsdaten durch den Discounter Lidl in sechs Bundesländern haben die zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörden ihre Überprüfungen abgeschlossen. Wie die federführende Datenschutzbehörde Baden-Württembergs am Mittwoch in Stuttgart mitteilte, wurde gegen eine Lidl-Regionalgesellschaft in Nordrhein-Westfalen ein Bußgeld in Höhe von 36.000 Euro verhängt.

In der Mehrzahl der anderen Bundesländer hätten die Ermittlungen der Datenschutzaufsichtsbehörden zwar den Verdacht erhärtet, dass die dort ansässigen Lidl-Regionalgesellschaften bis 2008 zumindest teilweise Mitarbeiter in unzulässiger Weise nach dem Grund ihrer Erkrankung gefragt und diesen in Listen erfasst hatten.

Eindeutige Feststellungen hätten sich jedoch nicht mehr treffen lassen, da sämtliche Unterlagen bereits vernichtet gewesen seien. Daher sei in diesen Fällen der Erlass eines Bußgeldbescheides nicht in Betracht gekommen.

Die baden-württembergische Aufsichtsbehörde habe den Vorgang zum Anlass genommen, sich von Lidl eingehend über den Stand und die Inhalte der von den Lidl-Unternehmen derzeit durchgeführten Überprüfungen aller datenschutzrechtlich relevanten Verfahren informieren zu lassen, hieß es weiter.

Daten in Mülleimer gefunden 

Anfang April 2009 waren in einem Mülleimer einer Autowaschanlage in Nordrhein-Westfalen Listen mit Krankheitsdaten von Lidl-Mitarbeitern entdeckt worden. Die für den Neckarsulmer Discounter zuständige baden-württembergische Aufsichtsbehörde leitete daraufhin Ermittlungen ein. Diese ergaben, dass sieben der bundesweit 35 Regionalgesellschaften im Jahr 2008 in eigener Verantwortung Krankheitsdaten ihrer Mitarbeiter erhoben hatten.

Betroffen waren die Regionalgesellschaften in Bayern, Brandenburg, Mecklenburg- Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland. Die letzten Regionalgesellschaften hatten die Datenerfassung den Ermittlungen zufolge im Dezember 2008 beendet, nachdem die Zentrale davon Kenntnis erhalten und die Erfassung wegen datenschutzrechtlicher Bedenken gestoppt hatte. Bis auf die später in Nordrhein-Westfalen gefundenen seien die Listen spätestens im Januar 2009 vernichtet worden.

Der Ständige Vertreter der Datenschutzbeauftragten von Nordrhein-Westfalen, Roland Schlapka, erklärte am Mittwoch: "Das Ausforschen und systematische Erfassen von Krankendaten hat mit Fürsorgepflichten des Arbeitgebers nichts mehr zu tun."

Solche Datenerhebungen und -speicherungen ohne Wissen und hinter dem Rücken der Betroffenen verstießen nicht nur gegen Gesetze, sondern schadeten den Unternehmen wegen des Vertrauensverlusts in der Regel mehr als sie ihnen nutzen. "Leider scheint Lidl hier kein Einzelfall zu sein", sagte Schlapka.

Schon im März vergangenen Jahres war Lidl wegen massiver Verstöße gegen den Datenschutz in die Schlagzeilen geraten. Damals war bekanntgeworden, dass der Discounter seine Mitarbeiter durch versteckte Kameras überwachen ließ. Offiziell sollten diese dem Schutz vor Ladendieben dienen. Lidl musste wegen der Bespitzelung schließlich knapp 1,5 Millionen Euro Bußgeld zahlen.

Quelle: DDP/felt

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Wie Restaurants am Kunden sparen

Statt Sauce Hollandaise gibt's ein Imitat

Wie Restaurants am Kunden sparen

Sauce Hollandaise wird in Restaurants oft nicht selbst mit Butter und Eigelb zubereitet. Stattdessen werden billige Imitate der Lebensmittel ... mehr 

Lenovo erwägt PC-Produktion in Thüringen

Chinesischer Computerhersteller

Lenovo erwägt PC-Produktion in Thüringen

Der chinesische Computerhersteller Lenovo wird möglicherweise in Zukunft auch in Deutschland PCs herstellen. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Statt Sauce Hollandaise gibt's ein Imitat

Wie Restaurants am Kunden sparen

Chinesischer Computerhersteller

Lenovo erwägt PC-Produktion in Thüringen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten

Koalitionsvertrag in Schleswig-Holstein

Der Vertrag für die Dänen-Ampel steht

In Kiel reagiert künftig die Dänen-Ampel. Am Sonntag beendeten die an der Regierung beteiligten Parteien ihre Verhandlungen. SPD, Grüne und Südschleswigscher Wählerverband (SSW) stellten am Abend ihren Koalitionsvertrag. mehr

 

Schiffe aus deutscher Produktion

Israel stationiert Atomwaffen auf U-Booten

Einem Medienbericht zufolge werden israelische U-Boote aus deutscher Produktion mit Atomraketen bewaffnet. mehr

 

Die Linke hat ihr Ende vor Augen

Selbst Gysi weiß nicht weiter

 

Angeblich macht Merkel Druck auf Madrid

Spanien wehrt sich gegen Rettungsschirm

 

Ägyptens Ex-Präsident entgeht Todesstrafe

Tausende fordern den Tod Mubaraks

 
 
 

Chaotischer Parteitag der Linken

Ein Akt der Selbstzerfleischung

Strom-Rechner

kWh
vergleichen