Trotz Steuer-Affäre: Liechtenstein bleibt bei Privatstiftungen
zuletzt aktualisiert: 12.03.2008 - 10:21München (RPO). Das Fürstentum Liechtenstein will einem Medienbericht zufolge an seinen Privatstiftungen festhalten. Sie seien "ein weltweit gesuchtes Instrument der Nachfolgeplanung", das als "Herzstück des Finanzplatzes Liechtenstein" tendenziell sogar eher ausgebaut werden solle.
Das geht laut "Süddeutscher Zeitung" aus einer Vorlage der Regierung des Fürstentums für die Sitzung des Landesparlamentes in Vaduz hervor, die für Mittwoch anberaumt sei. In dem bislang unveröffentlichten Regierungspapier steht offenbar, die Privatstiftungen seien "ein weltweit gesuchtes Instrument der Nachfolgeplanung", das als "Herzstück des Finanzplatzes Liechtenstein" tendenziell sogar eher ausgebaut werden solle.
Dank seines Treuhandwesens habe sich Liechtenstein "zu einem weltweit bedeutenden Stiftungsstandort entwickelt", dem jetzt aber "eine nachhaltige Wachstumsperspektive" fehle, heißt es weiter.
Generell sei "ein hohes Maß an Privatsphäre" bei Bankgeschäften ein wesentliches Argument Liechtensteins, um sich unter den europäischen Finanzzentren zu behaupten, schreibt die Regierung. Kritiker sehen in den weitgehend anonymen Liechtensteiner Privatstiftungen hingegen ein Konstrukt, um ausländischen Steuerhinterziehern dabei zu helfen, ihr Schwarzgeld vor dem Fiskus zu verstecken.
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