Nach heftiger Kritik: Liechtenstein reformiert Stiftungsrecht
zuletzt aktualisiert: 20.02.2008 - 11:08Vaduz (RPO). Liechtenstein hat angekündigt, sein Stiftungsrecht zu reformieren. Das hat Justizminister Klaus Tschütscher bekräftigt. In den letzten Tagen war Liechtenstein in Zusammenhang mit der Steueraffäre heftig in die Kritik geraten. Tschütscher erklärte, die Reform sei bereit seit 2005 geplant.
Er kritisierte die verbalen Angriffe aus Deutschland auf das Fürstentum und vor allem die Aussagen von SPD-Chef Kurt Beck. Dieser habe Liechtenstein mangelnde Zivilisation vorgeworfen. "Diese teutonische Ausdrucksweise kommt bei uns nicht gut an", sagte Tschütscher. Er habe dazu zahlreiche kritische Emails und SMS bekommen.
Bei der Stiftungsreform verfahre Liechtenstein nach dem Grundsatz: "Zukunft hat auch Herkunft." Das liechtensteinische Stiftungsrecht von 1926 habe viel zur Prosperität des Landes beigetragen. Es habe eine gute Reputation und habe teils als Vorlage für die Stiftungsgesetze anderer Rechtsordnungen gedient. Dabei gehe es auch um den internationalen Wettbewerb. "Dann führen wir die Diskussion um die Rahmenbedingungen", sagte Tschütscher.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
