In Deutschland: Linde will bis zu 600 Stellen abbauen
zuletzt aktualisiert: 25.08.2009 - 09:59Frankfurt (RPO). Der Industriegasespezialist Linde will Branchenkreisen zufolge im Zuge seines Sparprogramms auch in Deutschland hunderte Stellen streichen. Bis zu 600 Stellen könnten an den deutschen Standorten wegfallen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person aus der Branche.
Die "Financial Times Deutschland" hatte zuvor unter Berufung auf ein internes Linde-Papier ähnlich berichtet. Linde hatte im November ein weltweites Sparprogramm aufgelegt, um dem Konjunktureinbruch gegenzusteuern und seine Erträge auch in der Krise zu sichern. Mit dem Sparpaket will Linde im Zeitraum 2009 bis 2012 die Kosten um 650 bis 800 Millionen Euro drücken. Früheren Angaben zufolge sollen dabei weltweit rund 3000 Stellen wegfallen.
"Klar gibt es im Rahmen unseres Optimierungsprogramms auch in Deutschland Anpassungen", sagte ein Sprecher zu den Kürzungsplänen in Deutschland. Linde habe Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern geführt und sei auf gutem Weg, auf Kündigungen verzichten zu können. Ende 2008 hatte Linde weltweit rund 52.000 Beschäftigte, in Deutschland waren es zuletzt etwa 7500. Linde-Finanzchef Georg Denoke hatte im Mai gesagt, der Konzern habe mit den Sparschritten in Nordamerika begonnen und sei dann zu anderen Regionen übergegangen, wo ebenfalls deutliche Kapazitätsanpassungen nötig seien.
Im ersten Halbjahr 2009 verzeichnete Linde einen operativen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro - ein Minus von 12,2 Prozent. Die operative Marge hat sich jedoch leicht verbessert, was Linde-Chef Wolfgang Reitzle auch auf das laufende Sparprogramm zurückführte.
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