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Sondereffekte und Preisdruck
Lufthansa in den roten Zahlen

Lufthansa durch Sondereffekte und Preisdruck in den roten Zahlen
Der billige Treibstoff hilft der Lufthansa zum Jahresstart FOTO: dpa
Frankfurt/Main. Die Lufthansa ist im ersten Quartal 2016 in die roten Zahlen gerutscht. Der Konzern verbuchte einen Verlust von acht Millionen Euro. Analysten hatten mit einem Plus gerechnet.

Die ersten drei Monaten 2015 hatten der Lufthansa noch einen Gewinn von 425 Millionen gebracht, wozu allerdings die Trennung von Anteilen an der US-Fluggesellschaft JetBlue erheblich beitrug. Grund für den Verlust im ersten Quartal 2016 waren nach Angaben von Lufthansa Sondereffekte und der Preisdruck. Im Passagierverkehr und noch stärker bei der Frachtsparte Lufthansa Cargo spüre das Unternehmen "erheblichen Preisdruck", erklärte Finanzvorstand Simone Menne. Außerdem drückten demnach "Anlaufkosten" für die neue Billigtochter Eurowings das Quartalsergebnis.

Menne wies zugleich darauf hin, dass es gelungen sei, die "operative Kostenstruktur" zu verbessern. Auch profitierte die Fluggesellschaft von den niedrigen Treibstoffkosten aufgrund des Preisverfalls beim Rohöl. Insgesamt sei Lufthansa "solide" ins Jahr 2016 gestartet, resümierte Menne.

Kosten weiter senken

Für den weiteren Jahresverlauf seien weiterhin ein intensiver Wettbewerb und damit auch ein starker Preisdruck zu erwarten. "Deshalb ist es wichtig, dass wir weiter konsequent an unseren Kostenpositionen arbeiten", erklärte Menne.

Sorgen bereitet dem Konzern die Frachtsparte. "Hohe Überkapazitäten im Markt, vor allem im Transatlantikverkehr, und eine schwache Nachfrage führten zu Umsatzeinbußen von 21,8 Prozent", erklärte das Unternehmen. Lufthansa Cargo erwarte "ein sehr schwieriges Geschäftsjahr".

(crwo/AFP)
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