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Letzte Frist im Tarifkonflikt
Lufthansa: Flugbegleiter wollen ab 1. Juli streiken

Lufthansa: Flugbegleiter wollen von Juli bis September streiken
Die Lufthansa hat bis zum 30. Juni 2015 Zeit, um der Flugbegleitergewerkschaft Ufo ein neues Angebot vorzulegen. FOTO: dpa, shp tmk wst
Frankfurt/Main. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo will die Lufthansa von Juli bis September 2015 bestreiken, falls die Fluggesellschaft im laufenden Tarifkonflikt nicht einlenkt. Ufo fordere die Lufthansa-Führung auf, bis zum 30. Juni ein substanzielles neues Angebot vorzulegen, sagte Gewerkschaftschef Nicoley Baublies am Montag. "Ansonsten wird am 1. Juli gestreikt."

Gleichzeitig wolle Ufo an dem Tag auch die gesamten Streiktermine für die nächsten Monate nennen. Der Ausstand könne bis Mitte September dauern. Die Gewerkschaft vertritt 19.000 Flugbegleiter bei der Lufthansa und hat bereits mit Streiks gedroht. Es geht in dem Tarifkonflikt vor allem um die Altersversorgung der Flugbegleiter. 

Baublies warf der Lufthansa erneut vor, den Einigungsprozess gezielt gesprengt zu haben, indem man frühere Verhandlungsergebnisse aus dem Jahr 2014 nicht mehr anerkennen wolle. Der auch gewerkschaftsintern umstrittene Versuch einer friedlichen Einigung sei gescheitert.

Lufthansa vergebe eine historische Chance, den notwendigen Konzernumbau mit den Mitarbeitern und nicht gegen sie zu organisieren. Die Schlichter wie auch die Lufthansa hatten sich für weitere Verhandlungen ausgesprochen.

Ufo kann seine Mitglieder umgehend zum Streik aufrufen, weil eine entsprechende Urabstimmung bereits Ende Januar mit einer Mehrheit von über 93 Prozent für Arbeitskämpfe zu Ende gegangen war. Im Sommer 2012 hatte die Gewerkschaft den ersten Flugbegleiterstreik in der Geschichte der Lufthansa organisiert und an drei Tagen zusammen rund 1500 Flüge ausfallen lassen.

Mit der parallelen Schlichtung zwischen Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat der Kabinenkonflikt nichts zu tun. Nach zwölf Streikrunden hatten die Piloten im Mai das Lufthansa-Angebot für eine Gesamtschlichtung angenommen. Bis Ende Juli will die Gewerkschaft auf Arbeitsniederlegungen verzichten.

(dpa)
 
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