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Luftverkehr
Lufthansa-Flugbegleiter sagen Streik ab

Hintergrund: Diese Rechte haben Reisende
Hintergrund: Diese Rechte haben Reisende FOTO: dapd, Mario Vedder
Frankfurt/Main. Das Kabinenpersonal der Lufthansa wird am Donnerstag und Freitag doch nicht streiken. Nach Verhandlungen mit der Lufthansa hat die Flugbegleitergewerkschaft Ufo den Streik kurzfristig wieder abgesagt. 

Das teilte Ufo am Mittwoch in Frankfurt nach einem Spitzengespräch mit dem Vorstand der Fluggesellschaft mit. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft zu einem Streik an diesem Donnerstag und Freitag aufgerufen.

Beide Seiten hielten am Ziel eines "Jobgipfels" fest, bei dem am 2.
Dezember Vertreter des Konzerns sowie der drei Gewerkschaften Ufo, Verdi und Cockpit teilnehmen sollen. Dazu seien aber bis dahin noch weitere Verhandlungen über das konkrete Verfahren notwendig, so die Gewerkschaft. Bis zum Jobgipfel soll es keine weiteren Ausstände des Kabinenpersonals geben.

Lufthansa habe die Zwischenmitteilung der Schlichter zur Alters- und Übergangsversorgung aus dem Sommer 2015 als Ausgangsbasis akzeptiert, teilte die Ufo weiter mit. Für weitere Themen wird grundsätzlich eine Schlichtung angestrebt, wie auch die Lufthansa bestätigte.

Am Montag hatte Ufo knapp zwei Wochen nach dem bislang härtesten Arbeitskampf in der Geschichte des Unternehmens die Flugbegleiter zur erneuten Arbeitsniederlegung aufgerufen. Die Gewerkschaft hatte dies damit begründet, dass bei ihr kein verbessertes Angebot zur Alters- und Übergangsversorgung für die rund 19 000 Lufthansa-Flugbegleiter eingegangen sei.

Die Flugbegleiter hatten am 13. November einen einwöchigen Streik beendet, bei dem rund 4700 Flüge ausgefallen waren. Betroffen waren etwa 550 000 Passagiere. Zuvor hatten die Piloten der Lufthansa in bislang 13 Runden seit April 2014 gestreikt.

Es geht bei beiden Berufsgruppen offiziell um die Früh- und Betriebsrenten, die Lufthansa kürzen und in der Systematik umstellen will. Im Hintergrund geht es aber auch um die Auswirkungen des Konzernumbaus, mit dem Arbeitsplätze zur Billigtochter Eurowings und ins Ausland verlagert werden.

(jco/dpa)
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