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Lufthansa-Streik
Düsseldorf: 33 Flüge fallen heute aus

Lufthansa-Streik: In Düsseldorf fallen 33 Flüge aus
Flugbegleiter-Streik: In Düsseldorf fallen heute 33 Flüge aus. FOTO: ap
Düsseldorf. Die Flugbegleiter setzen ihren Streik bei der Lufthansa fort. Bundesweit fallen an diesem Montag 929 Flüge aus. Von dem Streik betroffen ist auch der Flughafen Düsseldorf: In der Landeshauptstadt fallen 33 von 38 Flügen aus, teilte ein Lufthansa-Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion mit.

"Wir haben unsere Kunden bereits am Sonntag über die Ausfälle informiert", sagte Lufthansa-Sprecher Florian Gränzdörffer im Gespräch mit unserer Redaktion. 33 Flüge mussten am Flughafen Düsseldorf aufgrund des Streiks restlos gestrichen werden. Am Köln/Bonner Flughafen fielen vier der zehn Flüge nach München aus. Wie es in den nächsten Tagen weitergeht kann Gränzdörffer noch nicht sagen. Bislang gäbe es noch keine neuen Informationen seitens der Fugbegleiter-Gewerkschaft "Ufo".

Nur Flüge der Kernmarke betroffen

"Das sind keine schönen Zeiten für uns", sagt Gränzdörffer. "Wir wollen unsere Passagiere natürlich pünktlich an ihr Ziel bringen und hoffen, dass man uns eine Atempause gibt." Aus Sicht der Airline sei man bei diesem Streik allerdings sogar eher "glimpflich" davongekommen.

Insgesamt bietet die Lufthansa-Gruppe an diesem Montag bundesweit 3000 Flüge an. Gestrichen wurden jedoch "nur" die 929 Flüge der Kernmarke, Töchter wie etwa Germanwings fliegen normal weiter. "Die Leute sind die Streiks leider gewöhnt und kennen die Alternativen. Wir können derzeit nur raten den eigenen Flugstatus regelmäßig zu prüfen", erklärt der Sprecher.

113.000 Passagiere müssen am Boden bleiben

Neben Düsseldorf sind auch die beiden großen Flughäfen in Frankfurt und München von den Ausfällen betroffen. 113.000 Passagiere mussten am Boden bleiben. Es werde versucht, möglichst viele Kunden auf die Bahn oder andere konzerninterne Airlines umzubuchen. Von den Langstrecken-Flügen fielen bis auf einen von Frankfurt nach Tampa (USA) sowie zwei von München nach Newark (USA) und Schanghai (China) alle aus.

Es dürfte im Laufe des Tages wegen der zahlreichen Umbuchungen zu längeren Schlangen an den Transitschaltern kommen, sagte ein Sprecher des Flughafen-Betreibers Fraport. Ansonsten laufe bislang aber alles in geordneten Bahnen. Im Transitbereich stünden rund 600 Betten, davon seien in der Nacht aber höchstens 50 belegt gewesen. Es hätten nicht viele Passagiere am Flughafen übernachten müssen.

Verhandlungen dauern schon zwei Jahre an

Geplant war, dass das Kabinenpersonal in Frankfurt und Düsseldorf bis 23 Uhr die Arbeit niederlegt, in München bis Mitternacht. Die Tarifverhandlungen für die Stewardessen und Stewards der Lufthansa ziehen sich bereits seit zwei Jahren hin. Strittig sind vor allem die komplexen Regelungen zu Betriebs- und Übergangsrenten von rund 19.000 Flugbegleitern. Der erste Ausstand der Flugbegleiter in der aktuellen Tarifrunde soll bis einschließlich Freitag fortgesetzt werden.

In den Tarifkonflikt könnte aber Bewegung kommen: Der Lufthansa-Konzernvorstand will noch am Montag über Konsequenzen aus dem aktuellen Streik beraten. Möglicherweise will Lufthansa der Gewerkschaft Ufo ein neues Angebot vorlegen. Mitarbeiter und Öffentlichkeit sollten gegen 18 Uhr über die Ergebnisse des Treffens informiert werden, kündigte das Unternehmen an.

Der Streik selbst wird aber am Dienstag leicht abgeschwächt fortgesetzt. An den Flughäfen Frankfurt und München sollen im Unterschied zum Montag nur die Langstrecken bestreikt werden, wie die Gewerkschaft Ufo am Montag mitteilte. In Düsseldorf bleibt es wie in den Tagen zuvor dabei, dass sich der Arbeitskampf auch auf Kurz- und Mittelstrecken erstreckt.

In Frankfurt würden von 04.30 Uhr bis 23.00 Uhr alle Langstreckenflüge, in München von 05.00 Uhr bis 24.00 Uhr ebenfalls alle Langstreckenflüge und in Düsseldorf alle Kurz- und Langstreckenflüge von 4.30 Uhr bis 23.00 Uhr bestreikt, teilte Ufo in Mörfelden-Walldorf mit. Der in der vergangenen Woche begonnene Streik soll noch bis einschließlich Freitag laufen. 

(gol/dpa/afp)
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