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Panorama Lufthansa Düsseldorf 2010
  Foto: ddp, ddp
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Tarifverhandlungen: Lufthansa und Verdi einigen sich

zuletzt aktualisiert: 07.07.2010 - 07:55

Berlin (RPO). In den Tarifverhandlungen für die rund 50.000 Beschäftigten bei der Lufthansa am Boden und in der Kabine haben sich beide Seiten auf Eckpunkte einer Einigung verständigt. "Allerdings gibt es angesichts der komplexen Details noch Beratungs- und Abstimmungsbedarf", sagte der Verhandlungsführer der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Erhard Ott, am Mittwochmorgen.

Es sei gelungen, "angekündigte Eingriffe in bestehende Tarifverträge abzuwehren". Noch am Vortag hatte Verdi von ausschließlich offenen Punkten gesprochen. Gleichzeitig sei bei der Ergebnisbeteiligung und der Altersteilzeit ein Durchbruch erzielt worden. "Wir haben sichergestellt, dass die Mitarbeiter aller Geschäftsfelder bei einer zunehmend besseren Ertragssituation des Konzerns einen angemessenen Anteil erhalten", sagte Ott weiter.

Grundlage für die Tarifeinigung ist laut der Gewerkschaft ein Gesamtpaket aus Ergebnisbeteiligung, Altersteilzeit und Begrenzung der Leiharbeit. Mit einer Krisenregelung wolle die Lufthansa zudem wirtschaftliche Risiken aus erheblichen kurz- und langfristigen Störungen begrenzen.

Ferner seien zudem Verhandlungen über die Zukunft der Lufthansa Service Gesellschaft (LSG) vereinbart worden, die nach Auffassung von Verdi eine dauerhafte Perspektive im Konzern- und Tarifverbund der Lufthansa erhalten solle. Die Konzerntarifkommission hat laut Verdi den Eckpunkten zugestimmt. Es sei eine Erklärungsfrist bis zum 28. Juli vereinbart worden.

Am Montag hatte die fünfte Runde in den Verhandlungen begonnen. Am Dienstagmittag hatte die Konzern-Tarifkommission von Verdi über den Zwischenstand der Verhandlungen beraten. Die Gespräche für die Beschäftigten am Boden und in der Kabine sowie bei Lufthansa Systems, der LSG, der Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo fanden im hessischen Mörfelden-Walldorf statt.

Nach der vierten Runde Anfang Juni hatte Verdi die Lufthansa vor einer Zuspitzung des Konflikts gewarnt und das damals vorgelegte Angebot als "reine Provokation" bezeichnet.

Quelle: DDP/felt

 
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