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Problemfall Hauptstadtflughafen
Lufthansa-Vorstand sagt BER-Abriss voraus - und distanziert sich wieder

Problemfall Hauptstadtflughafen: Lufthansa-Vorstand sagt BER-Abriss voraus - und distanziert sich wieder
Blick auf das Terminal des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt. (Archivbild) FOTO: dpa, ppl;cse pil
Berlin. Die Lufthansa hat nach einem Medienbericht den Glauben an den neuen Berliner Flughafen verloren. "Meine Prognose ist: Das Ding wird abgerissen und neu gebaut", wird ein Vorstand in einem Medienbericht zitiert. Nun will er es nicht so gemeint haben.

Mit den drastischen Worten zitierte die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" Lufthansa-Vorstand Thorsten Dirks. Wenig später korrigierte Lufthansa-Sprecher Andreas Bartels im Gespräch mit der dpa, das Unternehmen habe auf keinen Fall für einen Abriss des Flughafens plädieren wollen.

"Das war eine zugespitzte Äußerung, um auf das Ausmaß der Probleme am Flughafen hinzuweisen", sagte auch Matthias Eberle, Sprecher der LH-Billigfluglinie Eurowings. Lufthansa habe auch keinen solchen Ratschlag geben wollen.

Dirks hatte die Prognose Abriss und Neubau demnach am Freitag auf dem "Unternehmertag am Tegernsee" gegeben, wo der Verantwortliche für Eurowings geredet hatte. Die Lufthansa stehe vor dem Problem, dass ihre Ausstattung im Hauptstadtflughafen zwar installiert, nach jahrelanger Verzögerung der Eröffnung inzwischen aber bereits überholt ist.

Erst am Donnerstag hatte die Flughafengesellschaft bekanntgegeben, dass 750 Monitore für die Fluggastinformation ausgetauscht werden.
Sie seien vor der 2012 geplanten Eröffnung eingebaut worden, sechs Jahre mit der allgemeinen Stromversorgung mitgelaufen und hätten nun das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Für die Eröffnung ist nach mehreren Verschiebungen inzwischen der Herbst 2020 angepeilt.

(dpa)
 
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