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Übernahmepoker in der Autoindustire: Man-Angebot für Scania?

zuletzt aktualisiert: 05.10.2006 - 18:01

München/Stockholm (rpo). Nachdem Volkswagen am Mittwoch überraschend 15,06 Prozent der Aktien des Nutzfahrzeug-Herstellers MAN übernommen hatte, mehrern sich Spekulationen, dass MAN ein neues Angebot für den schwedischen Wettbewerber Scania plant. Laut einem Zeitungsbericht ist offenbar mit einer erhöhten Übernahmeofferte zu rechen. MAN wollte den Bericht nicht kommentieren.

Nachdem das ursprüngliche MAN-Angebot Mitte September fast umgehend von den Scania-Großaktionären VW und Investor zurückgewiesen worden war, hatte MAN bereits inoffiziell erklärt, den Aktionären ein "attraktiveres" Angebot vorlegen zu wollen. Das "Wall Street Journal" hatte damals über Aussagen des MAN-Vorstandsvorsitzenden Hakan Samuelsson berichtet, die dieser vor einer Gruppe Finanzmanager in London gemacht hatte. "Wir sind flexibel, für diese beiden einige Anpassungen vorzunehmen", wurde Samuelsson zitiert. Die Offerte werde für beide Scania-Großaktionäre attraktiver gemacht.

Die neuen Offerten sollten den damaligen Aussagen zufolge einen "Paket-Deal" für Volkswagen enthalten, bei dem es um Vereinbarungen zum Vertrieb und zur gemeinsamen Nutzung von Motoren gehe. Der Investor AB solle möglicherweise ein höherer Barpreis geboten werden.

Am Mittwoch hatte VW allerdings mit einem Erwerb einer 15-prozentigen Beteiligung an MAN das Heft in die Hand genommen. Analyst Georg Stürzer von der HypoVereinsbank sieht dies als "klares Zeichen dafür, dass der Deal mit Scania durchgehen wird".

Wann es zu einer neuen Offerte kommen könnte, blieb am Donnerstag offen. Für Montag hat Volkswagen Analysten zu einem Conference Call zur Erläuterung des MAN-Anteilserwerbs eingeladen. Die Online-Ausgabe des Magazin "Focus" meldete, dass eine Entscheidung über eine Dreier-Allianz zwischen VW, MAN und Scania am Wochenende fallen werde. Dann würden sich sowohl der Volkswagen-Vorstand als auch der Scania-Aufsichtsrat zu Sondersitzungen treffen. Eine VW-Sprecherin kommentierte dies nicht.

Quelle: afp

 
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