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MAN LKW Panorama
  Foto: AP, AP
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Schwache Nachfrage: MAN erleidet Gewinneinbruch

zuletzt aktualisiert: 30.07.2009 - 09:39

München (RPO). Wegen der schwachen Nachfrage hat der Nutzfahrzeug- und Motorenbauer MAN im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten. Der Nettogewinn des DAX-Konzerns sackte zwischen April und Juni nach 446 Millionen Euro im Vorjahr auf 27 Millionen Euro ab.

Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Das operative Ergebnis schrumpfte auf Jahressicht um 73 Prozent auf 144 Millionen Euro. Der Umsatz verringerte sich um ein Fünftel auf rund 3,1 Milliarden Euro.

Von der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen deutlich höheren Nettogewinn erwartet (92 Millionen Euro), die Prognosen für das operative Ergebnis (133 Millionen Euro) und den Umsatz (3,06 Milliarden Euro) hatten allerdings niedriger gelegen als die tatsächlich vorgelegten Zahlen.

Das von VW übernommene Geschäft mit schweren Lkw in Brasilien wurde in den Quartalszahlen erstmals berücksichtigt und trug mit 35 Millionen Euro zum operativen Ergebnis des Gesamtkonzerns bei.

Dem Abwärtstrend in der Branche konnte sich MAN damit nicht entziehen. Der Auftragseingang schrumpfte nach etwa 4,1 Milliarden Euro im Vorjahresquartal auf rund 2,3 Milliarden Euro. "Die Auftragseingänge sind niedrig und eine Trendwende derzeit nicht in Sicht", erklärte der MAN-Vorstandsvorsitzende Hakan Samuelsson. Auch 2010 sei nicht von einer Verbesserung der Lage auszugehen.

Besonders schwach entwickelte sich im zweiten Quartal das Kerngeschäft der Münchener mit Lkw und Bussen, in dem der DAX-Konzern im vergangenen Jahr mehr als zwei Drittel des Umsatzes und die Hälfte des operativen Gewinns erwirtschaftet hatte.

Operativ wurde hier ein Minus von 22 Millionen Euro verzeichnet, nach plus 323 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Auch die stabilere Entwicklung in den weniger krisenanfälligen Geschäftsbereichen Dieselmotoren und Turbomaschinen konnte die Verluste in der Nutzfahrzeugsparte nicht kompensieren.

Die MAN Gruppe hatte nach eigenen Angaben am 30. Juni 2009 insgesamt 49 472 Mitarbeiter, das waren 1 250 weniger als im ersten Quartal.

Quelle: DDP/csr

 
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