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Autobauer: Manager wollen Karmann teilweise übernehmen

zuletzt aktualisiert: 02.11.2009 - 17:10

Osnabrück (RPO). Manager des Autobauers Karmann wollen Teile des insolventen Unternehmens offenbar in Eigenregie fortführen. Laut einem Medienbericht prüften Karmann-Führungskräfte für den Unternehmensbereich Technische Entwicklung die Möglichkeit eines Management-Buy-outs. Zur Finanzierung des Deals würden Gespräche mit Banken geführt.

Ein Sprecher des Insolvenzverwalters wollte den Bericht der "Financial Times Deutschland" nicht kommentieren. Er sagte lediglich: "Wir prüfen jedes ernsthafte Angebot." Als weitere Interessenten an Karmann oder Teilen des Unternehmens wurden bereits Volkswagen und drei andere nicht näher bezeichnete Unternehmen genannt.

Konkurrierende Angebote

Alle Interessenten für Karmann-Teile oder für das gesamte Unternehmen müssten sich nicht nur mit der insolventen Karmann GmbH, sondern auch mit der Karmann KG einigen, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters weiter. Über die Karmann KG besitzen drei Eigentümerfamilien die Liegenschaften und Anlagen des Unternehmens. Ein Kauf-, Miet- oder Leasingvertrag mit der Karmann KG sei für eine Nutzung des Geländes und der Unternehmensanlagen notwendig, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters.

Die Pläne für ein Management-Buy-out stehen in Konkurrenz zu den Vorhaben anderer Karmann-Interessenten, darunter auch Volkswagen. Der VW-Aufsichtsrat will sich am 11. November zu einer Sondersitzung treffen, um über eine mögliche Übernahme von Karmann zu entscheiden. VW-Chef Martin Winterkorn hatte vergangene Woche Übernahmeverhandlungen mit der Karmann KG bestätigt. Diese verlangt für einen Verkauf des Geländes in Osnabrück jedoch einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Volkswagen soll der KG jedoch einen niedrigen zweistelligen Betrag bieten.

Drei weitere ungenannte Interessenten gibt es zudem für Teile des Unternehmens. Der Sprecher des Insolvenzverwalters bestätigte konkrete Gespräche mit zwei Interessenten für den Karmann-Bereich Dachsysteme. Mit einem weiteren Interessenten für den Bereich technische Entwicklung stünden die Gespräche noch am Anfang.

Quelle: AP/felt

 
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