Hannover-Messe: Maschinenbau sieht Hoffnungsschimmer
zuletzt aktualisiert: 20.04.2009 - 14:59Hannover (RPO). Der Maschinenbau sieht trotz Wirtschaftskrise ein Licht am Ende des Tunnels. "Wir rechnen ab Jahresmitte mit dem Ende der bisherigen Talfahrt bei den Auftragseingängen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Hannes Hesse, am ersten Tag der Hannover-Messe.
Über das Gesamtjahr erwartet der deutsche Maschinenbau einen Rückgang von 10 bis 20 Prozent. Beim Personal rechnet der VDMA mit einem Abbau von 25.000 Arbeitsplätzen im laufenden Jahr.
Zudem befinden sich bereits rund 100.000 Maschinenbauer in Kurzarbeit. Es gebe aber auch 8.000 offene Stellen in der Branche. In den ersten beiden Monaten des Jahres fiel die Produktion um 23 Prozent, die Auftragseingänge um 45 Prozent.
Lager langsam leer
Hesse nannte zwei Gründe für seinen hoffnungsvollen Ausblick: So hätten viele Kunden der Zulieferbranche inzwischen ihre Lager abgebaut und erteilten wieder Aufträge. Dazu komme ein so genannter Basiseffekt: Schon ab Mai 2008 gingen die Aufträge zurück, deshalb werden die Minusraten ab Mai 2009 niedriger ausfallen, "und zwar in der ganzen Breite des Maschinenbaus", sagte Hesse.
Chancen machen die Maschinenbauer in der Umweltschutztechnik und der Energienutzung aus. Am Wochenende hatte VDMA-Präsident Manfred Wittenstein in der Tageszeitung "Die Welt" erklärt, die Branche werde nach dem Sommer "sogar wieder Zuwächse sehen". Er rechne damit, dass der Maschinenbau gestärkt aus der Krise hervorgeht und seine Marktstellung noch ausbauen kann.
Die Automations-, Energie- und Technologiemesse in Hannover gilt als wichtiges Konjunkturbarometer. In diesem Jahr zeigen auf der Messe 6150 Aussteller aus 61 Ländern fünf Tage technologische Lösungen und Investitionsgüter. Mit 225.000 Quadratmetern belegter Standfläche hat das weltweit bedeutendste Technologieereignis trotz Krise die gleiche Größe wie in den Vorjahren.
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