Minus 42 Prozent im Januar: Massiver Auftragseinbruch im Maschinenbau
zuletzt aktualisiert: 04.03.2009 - 10:39Frankfurt/Main (RPO). Dem deutschen Maschinenbau brechen die Aufträge in immer größerem Ausmaß weg. Allen im Januar war ein Minus von 42 Prozent zu verzeichnen.
Das teilte der Verband der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. Schon im Dezember 2008 war der Auftragseingang um 40 Prozent gesunken, im November ging es 30 Prozent nach unten und im Oktober schlug ein Minus von 16 Prozent zu Buche. Leicht positiv mit 2 Prozent Wachstum war zuletzt der September 2008.
Wie der VDMA weiter berichtete, machte das Auslandsgeschäft der Branche noch stärker zu schaffen als das Inland. Innerhalb Deutschlands gingen die Order um 31 Prozent zurück, die Auslandsnachfrage brach hingegen um 47 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau ein.
Auch der Blick auf den von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich November 2008 bis Januar 2009 hellt das konjunkturelle Bild nicht auf: Minus 38 Prozent schlagen hier im Vorjahresvergleich zu Buche. Etwas glimpflicher kommt auch in diesem Zeitraum das Inlandsgeschäft mit einem Rückgang von 34 Prozent davon, bei den Auslandsaufträgen ging es 39 Prozent nach unten.
Keine guten Nachrichten zu erwarten
VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers sagte zu den neuesten Zahlen: "Eine Aufwärtskorrektur blieb angesichts der anhaltenden Verunsicherung der Kunden sowie der mehr als üblich in den Januar ausgedehnten Werksferien wie erwartet aus." Zudem werde das kräftige Minus gegenüber dem Vorjahr statistisch überzeichnet: "Die Bestelltätigkeit im Maschinenbau bewegte sich bis weit in das Frühjahr 2008 hinein auf Rekordniveau. Schon allein deshalb dürften wieder bessere Nachrichten aus dem Maschinenbau noch einige Zeit rar bleiben."
Anfang Februar dieses Jahres hatte der VDMA bereits in seiner Jahresprognose eine Durststrecke vorhergesagt. Wegen des globalen Nachfragerückgangs erwartet die Branche, dass die Produktion im laufenden Jahr um 7 Prozent zurückgeht. Das entspräche dem stärksten Minus seit 1993.
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