kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
panorama arcandor dunkle wolken DDP
  Foto: ddp, ddp
Kommentare ()

Vorläufiger Insolvenzverwalter erklärt Arcandor-Pläne: Massiver Stellenabbau bei Karstadt und Quelle

zuletzt aktualisiert: 13.08.2009 - 18:06

Nürnberg (RPO). Dem Versandhandelskonzern Primondo stehen drastische Einschnitte bevor. Der Insolvenzverwalter des Mutterkonzerns Arcandor, Klaus Hubert Görg, kündigte am Donnerstag den Abbau von rund 3700 der 10.500 Arbeitsplätze bei Quelle und den Spezialversendern von Baby Walz bis Hess Natur an. "Wir werden hier drastischer als bei Karstadt das Geschäft eindampfen müssen", sagte er auf in Nürnberg. Insgesamt sei er "verhalten optimistisch".

Doch droht Quelle kurzfristig das Aus: Die Finanzierung sei über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. September hinaus nicht gesichert, weil die Hausbank Valovis zu schlechte Konditionen biete, sagte Görg. Es geht um rund 300 Millionen Euro. "Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf." Ein Sprecher von Valovis betonte, die Bank sei nicht allein für die Konditionen verantwortlich.

Frühere Insolvenz wäre günstiger gewesen

Nachdem Arcandor-Vorstandschef Karl-Gerhard Eick die Suche nach einem Investor für den gesamten Konzern aufgegeben hat, will Görg nun getrennte Investoren für die Warenhauskette Karstadt und die Versender der Primondo-Gruppe suchen. Die Investmentbanken Merrill Lynch und Metzler sollen sich darum kümmern. "Arcandor ist ein Kunstprodukt, das ein paar Jahre alt ist", sagte Görg. Wäre das Unternehmen schon vor einigen Jahren in Insolvenz gegangen, "wäre das ein wenig günstiger gewesen".

Verdi-Vorstandsmitglied Margret Mönig-Raane forderte Hilfe der bayerischen Landesregierung, der Banken und der Vermieter, "um die Lage so schnell wie möglich zu stabilisieren".

Investorensuche bei Quelle eilt

Quelle-Insolvenzverwalter Jörg Nerlich sagte Reuters, er hoffe, innerhalb von vier Monaten einen Investor zu finden. Es gebe acht ernsthafte Interessenten. "Bei Quelle haben wir mehr Zeitdruck", räumte Görg ein. Vorrangig sollen der Universalversand und die Spezialversender zusammen abgegeben werden. "Wir glauben, dass wir mit einer gebündelten Offerte für Primondo das größte Interesse wecken können." Allerdings sind - wie die Reisetochter Thomas Cook - auch verschiedene Primondo-Firmen verpfändet. "Wenn es uns gelingt, zwei Drittel der Arbeitsplätze in einen sicheren Hafen zu führen, ist das ein riesiger Erfolg", sagte Görg.

109 Quelle-Technik-Center werden geschlossen

Die 109 Quelle-Technik-Center werden geschlossen, ebenso wie rund ein Drittel der 1450 kleinen Quelle-Shops. "Wir halten alle Teile des Arcandor-Konzerns im Grundsatz für überlebensfähig und erhaltenswert", sagte Görg. Doch auch dem Schwesterkonzern Karstadt steht eine Schrumpfkur bevor. 19 der 126 Waren- und Sporthäuser stehen zur Disposition; ihre Fortführungsperspektive müsse nochmals geprüft werden. "Am schmerzlichsten ist das für die Mitarbeiter, deren Zahl sich deutlich verringern wird", so der Insolvenzverwalter. Durchschnittlich arbeiten in einem Karstadt-Warenhaus 120 bis 150 Menschen.

Konkurrent Metro (Kaufhof) hat Interesse an etwa der Hälfte der Häuser angemeldet. Ein Sprecher forderte den Insolvenzverwalter auf, konkrete Zahlen vorzulegen. Nur auf dieser Basis seien vertiefende Gespräche sinnvoll.

Für Karstadt hat Görg ein Insolvenzplanverfahren ins Auge gefasst, bei dem die Sanierung im Vordergrund steht. "Diese Operation wird Schmerzen bereiten." Vorstandschef Eick dürfte vor dem Abschied stehen: "Fragen Sie mich nach dem 1. September nochmal", sagte Görg auf die Frage nach Eicks Zukunft.

Thomas Cook favorisiert Platzierung an der Börse

Der Verkauf des an Banken verpfändeten 43-Prozent-Anteils am Reisekonzern Thomas Cook soll auch dem Insolvenzverwalter noch Geld in die Kasse spülen. Damit sei noch ein Rest-Kredit von 940 Millionen Euro besichert, der Wert des Aktienpakets liege aber deutlich darüber, sagte Görg. Thomas-Cook-Chef Manny Fontenla- Novoa sagte am Donnerstag, er bevorzuge eine Platzierung an der Börse. Mit einem Verkauf an einen einzelnen Investor wäre Thomas Cook "wahrscheinlich nicht sehr glücklich". Möglicherweise werde man Ende August oder Anfang September klarer sehen. Zu den Gläubigerbanken gehören die Royal Bank of Scotland, die Commerzbank und die BayernLB.

Quelle: AP/top

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
"Deutschland bleiben drei Monate zur Euro-Rettung"

Investorenlegende George Soros

"Berlin hat drei Monate zur Euro-Rettung"

Die Rettung des Euro hängt nach Einschätzung des US-Großinvestors George Soros an Deutschland. mehr 

Ihr Platz soll Schlecker-XL-Filialen übernehmen

Drogeriemarktkette Schlecker

Ihr Platz soll XL-Filialen übernehmen

Nach dem Aus für die Drogeriemarktkette Schlecker steht nun die Abwicklung der einzelnen Unternehmensteile an. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Investorenlegende George Soros

"Berlin hat drei Monate zur Euro-Rettung"

Drogeriemarktkette Schlecker

Ihr Platz soll XL-Filialen übernehmen

Deutschlands größter Autobauer

Volkswagen stellt sich neu auf

Drittgrößtes Mobilfunkunternehmen

E-Plus droht der Verkauf

Thronjubiläum von Queen Elizabeth II.

Mit Tee und Scones auf dem Rhein

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten

Schiffe aus deutscher Produktion

Israel stationiert Atomwaffen auf U-Booten

Einem Medienbericht zufolge werden israelische U-Boote aus deutscher Produktion mit Atomraketen bewaffnet. mehr

 

Bernd Riexinger im Porträt

Lafontaine-Freund und Agenda-Gegner

Bernd Riexinger meidet eigentlich das Blitzlichtgewitter. "Ich muss mich nicht ständig in Szene setzen", sagt er. Schon aus diesem Grund hat er sich nicht nach der Bewerbung um den Bundesparteivorsitz der Linken gedrängt. mehr

 

Parteitag wählt Doppelspitze

Kipping und Riexinger neue Linken-Chefs

 

Neue Linken-Chefin im Porträt

Katja Kipping - unangepasst und modern

 

Konferenz der Kreisvorsitzenden

CDU-Basis übt scharfe Kritik an Merkel

 

Krise der Banken hält an

Merkel: Spanien soll unter Rettungsschirm

 

Parteitag der Linken in Göttingen

Gysi: "Das ist ein pathologischer Zustand"

 

Protestdemos nach Urteilsverkündung

Muslimbruder fordert Todesstrafe für Mubarak

Strom-Rechner

kWh
vergleichen