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Entschädigung für Kläger: Mattel will Streit um verseuchtes Spielzeug beilegen

zuletzt aktualisiert: 14.10.2009 - 12:43

New York (RPO). Mehrere Menschen hatten gegen Mattel eine Sammelklage wegen bleihaltigen Spielzeugs eingereicht. Der US-Spielwarenhersteller will nun zahlen, um den Streit beizulegen.

Der Konzern teilte am Dienstagabend (Ortszeit) mit, die vorgeschlagene Einigung - die noch von der Justiz gebilligt werden muss - habe keinen Einfluss auf die bereits veröffentlichten Geschäftszahlen. Die Anwälte der Großkanzlei Coughlin Stoia, die Mattel vertreten, bezeichneten den Einigungsvorschlag als "bahnbrechend". Summen nannten der US-Konzern und die Juristen nicht.

Konkret sieht der Einigungsvorschlag nach Angaben von Coughlin Stoia vor, das Mattel und die Konzerntochter Fisher-Price die Beteiligten einer Sammelklage finanziell entschädigen, sofern diese fristgerecht entsprechende Formulare einreichen. Dabei gehe es um den Kaufpreis für die bleihaltigen Spielzeuge und um die Bezahlung der medizinischen Tests aus Bleivergiftung. Außerdem sollten 275.000 Dollar (knapp 186.000 Euro) für wohltätige Zwecke gespendet werden.

Der Einigungsvorschlag erfolgte rund ein Vierteljahr, nachdem eine Rekordstrafe von 2,3 Millionen Dollar gegen Mattel verhängt worden war. Geklagt hatte die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC. Mattel und Fisher-Price wurde vorgeworfen, wissentlich Spielwaren aus China importiert und auf den Markt gebracht zu haben, deren Farben und andere Bestandteile mit Blei verseucht waren.

Im Jahr 2007 hatten 95 Spielzeugmodelle die zulässigen Höchstwerte überschritten, darunter etwa 900.000 Mini-Autos und Barbie-Accessoires von Mattel. Sie waren schließlich vom Markt genommen worden - genauso wie etwa 1,1 Millionen Spielzeuge von Fisher-Price.

Quelle: AFP/jt

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